Die Sternenschrift "Malachim" als Ursprung unserer Sprache?

Der selbsterklärte wie -ernannte "Prophet Elias" spricht in einer "timetodo"-Sendung mit einer kuriosen Maske bekleidet und in Begleitung eines vollmaskierten, schweigsamen "Logenbruder" (was beides sicherlich nicht gerade zum Seriösitätsempfinden beiträgt, doch darf man sich von äußerlichen Oberflächlichkeiten nicht (ver)leiten lassen) nicht nur über die Geschichte der Illuminaten, sondern erwähnt ganz nebenbei auch noch eine angebliche "Sternensprache" bzw. "Sternenschrift" namens Malachim.

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Malachim soll die Sternenschrift sein, die von "himmlischen Göttern" (= angeblich Außerirdische, daher auch bekannt als "Engelsschrift") den Menschen gebracht worden sein soll und als Basis für die Runenschrift, die hebräische Flammenschrift sowie der sumerischen Keilschrift diente. Sie besteht aus Linien und Kreisen, also eine sehr geometrische Schriftform (eventuell ist hier ein Zusammenhang zur "heiligen Geometrie" herzustellen?). Die englische Wikipedia hat dazu eine Abbildung dieses Alphabets aus einem okkulten Buch des 16. Jahrhunderts, verfasst von Heinrich Cornelius Agrippa:

malachim_sternenschrift_engelsschrift

Im deutschsprachigen Raum findet man unter dem Stichwort "Sternenschrift Malachim" nur eine einzige Quelle und eine Kopie dieser Quelle. Es handelt sich hierbei um eine Doktorarbeit, die offenbar an der FU-Berlin eingereicht wurde. Folgender Absatz einer Fußnote kündet von ihr:

Ein offen zutage liegendes Geheimnis, barg die am Himmel verzeichnete Sternenschrift Mysterien der Schöpfung und ihres Schöpfers, die erkannt und gelesen werden sollten, so wie die irdischen Abbilder der ecritura coelestis, die hebräischen Buchstaben, das Fundament der Welt bildeten und allem, was je gesprochen bzw. erschaffen worden war, Namen, Sein und Kraft verliehen. Zwar besaßen diese Eigenschaften auch die Buchstaben anderer Sprachen, doch unvollständig und schwach nur, da sie kaum mehr Ähnlichkeit mit der himmlischen Schrift aufwiesen.


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