Freispruch für den Hellseher Alois Irlmaier im "Gaukler-Prozess" – kompletter Text der Urteilsbegründung

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Kürzlich berichtete dieser Blog ja bereits von unglaublich oft zutreffenden Vorhersagen eines Sehers aus Bayern zur Mitte des letztes Jahrhunderts – konkret ging es in dem Beitrag um die Alois Irlmaier Prophezeiungen des 3. Weltkriegs und einer abgleichenden Analyse der heutigen Verhältnisse, wonach die Ereigniskette des kommenden Weltkrieges bisher ausnahmslos eingetroffen scheint (ein von niemandem erwarteter blitzkriegsartiger Überfall der Russen über Nacht nach Westeuropa markiert den unmittelbaren Beginn des 3. Weltkrieges nach Irlmaier).

In diesem Blogartikel verwies ich auch auf ein erstaunliches Urteil durch ein deutsches Gericht, das Alois Irlmaier im sog. "Gaukler-Prozess" freisprach, da die erdrückende Mehrheit der Zeugen als hinreichender Indiz für dessen Sehergabe gelten und "der Angeklagte somit nicht als Gaukler zu bezeichnen" sei. Ohnehin wäre nach Auffassung des Richters die Frage über Prophezeiungen "allgemein als ein Grenzbereich der Wissenschaft anerkannt, der dem menschlichen Erkenntnisvermögen noch teilweise entrückt ist." Das Urteil schließt mit den Worten:

"Die Vernehmung der Zeugen Himpel, Stadler, Wallner, Hiebl und Kaess hat so verblüffende mit den bisher bekannten Naturkräften kaum noch zu erklärende Zeugnisse für die Sehergabe des Angeklagten erbracht, dass dieser nicht als Gaukler bezeichnet werden kann."

Ich habe mir mal die Mühe gemacht und die komplette Urteilsbegründung der schwer leserlichen Schreibmaschinen-Abschrift digital transkripiert, sodass mit dem Text als historische Quelle besser gearbeitet werden kann. Gerne kann er zitiert und verbreitet werden, eine Verlinkung auf diesen Blog als Quelle wäre dabei nett.

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opcje binarne bdswiss Vorab noch ein kleiner Hinweis: Auch mir war es als eigentlicher "Irlmaier-Kenner" bisher unbekannt, dass er u.a. wegen Betrugs mehrfach vorbestraft war. Daran hängen sich nun einige Skeptiker auf, dabei wird jedoch unterschlagen, dass in diesem Gerichtsurteil eindeutig festgestellt wird, dass Irlmaier seine Sehergabe EBEN NICHT zur Selbstbereicherung einsetzte. Ihm zugeschickte Geldbriefe ließ er unangetastet, ja er verlangte nicht einmal von sich aus einen Obulus für seine Dienste, er also uneigennützig handelte im Bezug auf seine Schauungen und Gesichte. Dies gilt es zu beachten!

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Freispruch-Urteil für Alois Irlmaier im "Gaukler-Prozess" als digitaler Volltext:

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opcje binarne platforma po polsku Der Angeklagte wird von der Anklage eines Verbrechens des Betruges im Rückfalle

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bdswiss oder anyoption Die Staatskasse trägt die Kosten des Verfahrens.

G r ü n d e :

Der Angeklagte ist seit dem Jahre 1923 als selbständiger Brunnenbauer tätig. Sein Arbeitsbereich erstreckt sich vor allem auf die Bezirke Berchtesgaden, Laufen, Traunstein und Rosenheim. Früher war er oftmals in Zahlungsschwierigkeiten; er hat ihnen mit nicht immer einwandfreien Mitteln zu begegnen versucht. 15 mal ist er vorbestraft, 7 mal wegen Betrugs.

Der Angeklagte behauptet von sich, er besitze eine Sehergabe; es sei ihm möglich vergangene Dinge, von denen er sonst keine Kenntnis habe, und zukünftige Ereignisse zu sehen. Seit vielen Jahren teilt er diese Bilder Auskunftsuchenden mit. Im Laufe des Jahres 1945 verstärkte sich sein Ruf bei der Bevölkerung.

Zu Anfang des Jahres 1946 strömten schliesslich von allen Seiten Leute zu ihm, die sich von ihm Aufklärung über das persönliche Schicksal von Vermissten, über die Entwendung von Gegenständen und sonstige vergangene oder zukünftige Ereignisse erhofften. So wurden am 10.3.1946 anlässlich einer polizeilichen Kontrolle gegen 8 Uhr Vormittag etwa 70 Personen bei seinem Hause anstehend betroffen. Schon um 5 Uhr früh waren die Ersten gekommen; eine weitere Verstärkung brachte der Zug aus München, der um 9 Uhr 15 Min. ankam. Die Menschen setzten sich vom Zug aus in Lauf, um das Haus des Angeklagten vor den Anderen zu erreichen. In diesem grossen, [nächste Seite] gewerbsmässigem Umfang betrieb der Angeklagte die Hellseherei nur am Wochenende. Sonst ging er seinem Beruf als Brunnenbauer nach.

Gewöhnlich sollte der Angeklagte über das Schicksal von Vermissten aussagen. Er ließ sich ein Lichtbild des Vermissten aushändigen, betrachtete es eingehend, sah dann konzentriert auf einen Punkt und schilderte dabei das an seinem Geiste vorüberziehende Bild, des den Vermissten in charakteristischer Weise zeigte, sei es hinter Stacheldraht, mit einer tödlichen Wunde, bei einer bestimmten Wehrmachtsformation, in einer besonderen Gegend oder in ähnlicher Weise. Er forderte in keinem Falle von sich aus eine Bezahlung; auf Befragen nach dem Entgelt gab er Jeweils die Antwort: “Gewöhnlich bekomme ich 5,– RM für ein  Bild.“

Der grosse Andrang beim Angeklagten brachte es mit sich, dass sich die Bevölkerung in steigendem Masse auch schriftlich an ihn wandte. Er wurde brieflich um Auskunft geboten, man legte Lichtbilder über die vermissten Personen und meist auch 5,– RM unaufgefordert je Lichtbild bei. Einige der Briefe beantwortete der Angeklagte, die meisten jedoch blieben teils geöffnet, teils ungeöffnet, jedenfalls nicht beantwortet, in seiner Wohnung liegen. So wurden von der Polizei 23 ungeöffnete Briefe und 35 geöffnete Briefe, sowie Postkarten, mit einem inliegenden Geldbetrag von insgesamt 211,– RM sichergestellt.

1.) Dem Angeklagten ist zur Last gelegt unter den Voraussetzungen des strafschärfenden Rückfalls einen fortgesetzten Betrug begangen zu haben.

Nach dem Ergebnis der Hauptverhandlung ist  der Tatbestand des Betrugs nicht erfüllt. Schon der äussere Tatbestand ist bei keinem der Fälle, die zur Grundlage der Hauptverhandlung gemacht wurden, vollständig nachgewiesen worden. Die Zeuginnen Fischnaller und Strattner bekundeten glaubhaft, dass sie an die Bilderdeutung des Angeklagten nicht geglaubt hätten; seine Angaben seien widersprechend gewesen, die Bilder hätten gewechselt, je nach den Anhaltspunkten, die sie, die Zeuginnen, über Leben und Tod ihrer Ehemänner dem Angeklagten gegeben hätten. Darnach hatte das Verhalten des Angeklagten bei den Zeuginnen keinen Irrtum zur Folge.

Dem Zeugen Grützke hatte der Angeklagte über das Schicksal seines Bruders gesagt, dass er sich in polnischer Kriegsgefangenschaft in einem Lager befinde und es ihm den Umständen nach gut gehe. Der Zeuge bekundet selbst, dass sich diese Angaben später bewahrheiteten. Auch in diesem Falle war der Zeuge in keinem Irrtum befangen, wenn er den Angaben des Angeklagten von vornherein geglaubt hatte, worüber die Niederschrift des ersuchten Richters keinen Hinweis enthält. Das Bild hat sich bewahrheitet, ob auf Grund eines Zufalls oder auf Grund einer tatsächlichen Sehergabe mag hier dahingestellt bleiben. Wenn man annehmen wollte, dass sich der Irrtum des Zeugen auf die nicht erweisliche Sehergabe das Angeklagten erstreckt hätte, so ist jedenfalls das Gegenteil, dass es sich um ein reines Zufallsergebnis gehandelt hat, nicht nachgewiesen. Das wäre aber für die Feststellung eines Irrtums des Zeugen notwendig. Der Zeuge hat auch keinen Vermögensschaden erlitten, denn er hat das Entgelt nur für die wahrheitsgemässe Auskunft, nicht für die Grundlage, aus der der Angeklagte das Bild geschöpft hat, bezahlt.


 

   Reinhard Habeck  

 

2.) Nach dem Willen der Auskunftsuchenden sollte dem Angeklagten das in den Briefen übersandte Geld nur dann zu Eigentum übertragen werden, wenn er von Fall zu Fall auch die verlangte Auskunft gegeben hätte. Darnach waren die einzelnen Geldbeträge für den Angeklagten fremde bewegliche Sachen. Er hat sich diese Beträge indessen nicht rechtswidrig zugeeignet, ist somit auch nicht eines Verg. der Unterschlagung schuldig. Es fehlt die hierzu notwendige, nach aussen erkennbare Zueignungshandlung. Der Angeklagte hat die ankommenden Briefe zwar häufig geöffnet, nach seiner glaubhaften Einlassung aber nur zu dem Zweck, um die Geschäftsbriefe, die sich auf seinen Beruf als Brunnenbauer bezogen, von den sonstigen Briefen zu trennen. Das in den Briefen enthaltene Geld nahm er nicht heraus; dies lässt erkennen, dass er das Geld nicht zum Bestandteil seines Vermögens hat machen wollen.

3.) Für die Frage, ob der Tatbestand der Gaukelei nach Art. 54 des Bayer.PStGB. vorliegt, ist entscheidend, ob der Angeklagte tatsächlich eine Sehergabe besitzt, ober ob seine zutreffenden Deutungen von geistigen Bildern dem Zufall entspringen, seinem Geschick die Leute vorher auszuhorchen oder auch einem besonderen Sinn für den durchschnittlichen Ablauf der Ereignisse, der es möglich machen könnte, die Bilder über die Ebene des Zufalls hinaus zu einem überdurchschnittlichen Erfolg zu bringen.

Es wird von zahlreichen Fällen einer nachgewiesenen Sehergabe berichtet. Auf das Buch "Prophezeiungen" von Dr. Max Kemmerich (4. Auflage, Verlag Albert Luagen München 1925) sei verwiesen. In Westfalen spricht man von den sogenannten Spökenkiekern. Heute ist diese Frage wohl schon allgemein als ein Grenzbereich der Wissenschaft anerkannt, der dem menschlichen Erkenntnisvermögen noch teilweise entrückt ist. Das Gericht vermag im vorliegenden Falle nicht die eindeutige Feststellung zu treffen, dass der Angeklagte ein Gaukler sei. Damit soll nicht umgekehrt festgestellt sein, dass die Visionen das Angeklagten, über welche eine Reihe von Zeugen verblüffende Aussagen machte, tatsächlich eine Sehergabe entsprungen sind. Die Unmöglichkeit im Rahmen einer Hauptverhandlung die vorstehende Frage von umstrittener wissenschaftlicher, jedenfalls nicht nur abergläubischer Bedeutung zu klären, kann nicht zu einer für den Angeklagten ungünstigen Entscheidung führen. Gelegentliche Misserfolge des Angeklagten rechtfertigen nicht die Feststellung, dass er ein Gaukler sei. Der Ansturm der Bevölkerung war oftmals so gross, dass seine Konzentrationskraft nachlassen musste.

Wenn der Andrang beim Angeklagten schliesslich die öffentliche Ordnung gefährdet hat, so ist das nach der Überzeugung des Gerichts auf die Unvernunft der Auskunftsuchenden, auf das ungeheure Anschwellen des Interesses an Gaukelei aller Art während der Nachkriegszeit und auf die innere Wertlosigkeit des gegenwärtigen Geldes zurückzuführen, das viele Menschen zum Ausgeben anreizt, sei es auch nur zur Befriedigung der Neugierde oder zur Verschaffung eines billigen Vergnügens. Der Angeklagte ist nach wie vor seiner Berufsarbeit nachgegangen, nur am Wochenende hat er sich den Auskunftsuchenden gewidmet, ist dann aber dem Ansturm förmlich erlegen. Demnach gibt auch das Auftreten des Angeklagten keinen [nächste Seite] Hinweis dafür, dass er ein Gaukler sei. Er hat im Gegenteil vielen Menschen während des Krieges geholfen die Nervenbelastung des Luftkrieges durchzustehen. Er hat ihnen uneigennützig in schwersten Stunden seelische Beruhigung verschafft, indem er zutreffend vorhersagte, welche Zeit besondere Gefahren mit sich bringe, welche Gegenden, ja welche Häuser besonders gefährdet seien und wie sich die Ratsuchenden verhalten sollten. Die Vernehmung der Zeugen Himpel, Stadler, Wallner, Hiebl und Kaess hat so verblüffende mit den bisher bekannten Naturkräften kaum noch zu erklärende Zeugnisse für die Sehergabe des Angeklagten erbracht, dass dieser nicht als Gaukler bezeichnet werden kann.

Die Kostenentscheidung beruht auf § 467 StPO.

gez. Dr. Lehle
(Assessor)

Beglaubigt

Geschäftsstelle des Amtsgerichts

Just. Obersekretär.

 Die Richtigkeit der Abschrift beglaubigt:

Laufen, den 4. September 1950
Landratsamt
I.A.

[Unterschrift]

(Dr. Larcher)

Irlmaier als Zeuge in einem Mordprozess

Überdies war Alois Irlmaier auch als Zeuge in einem Mordprozess geladen, der seine Sehergabe zu untermauern scheint. 1950 kam es in Traunstein zu einem Mord-Prozess, in dem Irlmaier die Angeklagte schwer belastete. Auf Irlmaiers Initiative wurde die Leiche exhumiert und es fand sich tatsächlich Gift in ihr, so wie von Irlmaier vorausgesagt. Im Prozess berichteten einige Zeugen von zutreffenden Voraussagen Irlmaiers im Zusammenhang mit dem Verbrechen. Folgend ein Zeitungsartikel dazu aus dem Berchtesgadener Anzeiger vom 3. Februar 1950 (von hier):

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Alois Irlmaier als wichtiger Zeuge in einem Mordprozess – abermals Beweis für seine Sehergabe?

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