Daschi-Dorscho Itigelow: 162-jähriger Mönch gibt Wissenschaft Rätsel auf

Daschi-Dorscho Itigelow zu Lebzeiten

Daschi-Dorscho Itigelow zu Lebzeiten

Der 1852 geborene Daschi-Dorscho Itigelow begann sein Leben als junger Kuhhirte an und fing schon früh bereits im Alter von nur 16 Jahren an, den Buddhismus zu ergründen und zu praktizieren. Nach dem Studium der Philosophie und Medizin wurde er 1911 zum 12. Pandito Hambo Lama ernannt – dem Oberhaupt der russischen Buddhisten. Kurz vor seinem „Tod“ bat er seine Schüler, ihn in 30 Jahren auszugraben und sagte voraus, dass seinem Körper nichts geschehen werde. Meditierend im Lotussitz „verstarb“ er. 1955 und 1973 öffnete man heimlich sein Grab und fand seinen Leichnam wie von ihm vorhergesagt völlig unverwest vor.

Bildergalerie der "Mumie" von Daschi-Dorscho Itigelow:

Im September 2002 exhumierte man Daschi-Dorscho Itigelows Körper erneut und musste feststellen, dass der Körper dem Zustand eines erst einige Tage toten Leichnams entspricht. Sein Blut ist geleeartig, die Haut sowie die Gelenke elastisch und auch Leichenflecken sucht man vergebens.

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Wäre das nicht schon genug, so widersprechen auch wissenschaftliche Untersuchungen allen bekannten Naturgesetzen: Analysen über die Qualität der Zellkerne ergaben, dass seine Zellen nach über 75 Jahren noch leben! In der unten verlinkten Dokumentation kommen auch Wissenschaftler zu Wort, die der Meinung sind, dass Daschi-Dorscho Itigelow in medizinischem Sinn immer noch lebendig ist. Besucher behaupten sogar, dass er gelegentlich die Augenlider heben soll oder sich leicht hin und her bewege. Außerdem soll die Temperatur seines Glassarges ab und an über der Temperatur des Raumes liegen, so, als ob sie von seinem Atem erwärmt werde.

Wichtig ist, dass es sich hierbei weder um eine Moorleiche, noch um eine Mumie oder ähnliche Fälle handelt. Gegenwärtig wird Itegelows Körper in einem gläsernen Sarg eines nicht klimatisierten Raumes im Kloster Iwolginsk aufbewahrt – obwohl es dort bis zu 40 Grad im Sommer werden kann setzt es ihm nicht zu! Für die Öffentlichkeit ist der Lama einige Male im Jahr zu buddhistischen Feiertagen einsehbar.


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Buddhistisches Hintergrundwissen als mögliche Erklärung

Zurecht mag man sich jetzt fragen, wie das bitte gehen soll und ob es nicht ein fake sei. Dazu ein kleiner Exkurs in die Denkschule des Buddhismus:

Ohne sie explizit zu erwähnen, geht die buddhistische Theorie vom Karma grundsätzlich von absoluter Willensfrei- und -hoheit des Einzelnen aus. Der Wille, das Motiv, die Absicht, die selbst heutzutage bei der juristischen Strafbemessung („Vorsatz“) erheblich berücksichtigt wird,  ist der Ursprung all unseres Tun und Denkens – alles ist Wille, ist Gewolltes, ist Wollendes. Zuerst der Wille, dann die Tat. Aufgrund dieser Überlegenheit des Geistes über die Materie wird verständlich, weshalb ein den Geist durch jahrelange Übung beherrschender Mensch die auf materieller Ebene wirksamen Naturgesetze dergestalt beeinflussen kann. Völlig klar, dass unsere rein materialistische Wissenschaft hier an ihre Grenzen stößt – dabei hatte erst neulich wieder eine Studie starke Indizien für diese Überlegenheit des Geistes über die Materie geliefert. Wer mehr dazu erfahren möchte, dem sei das Blättern im Pali Kanon (Buddhas überlieferte Originalworte) ebenso wie Überblickslektüre zum Buddhismus empfohlen (zB Wikipedia, Referat, etc.). Letztlich erinnert der Fall auch etwas an die Praxis der Selbstmumifizierung (Sokushinbutsu), die ihre Wurzeln in der buddhistischen Schule des Shingon-shū hat und von deren Anhängern als ein Weg verstanden wurde, durch extreme Schmerzen und Selbstverleugnung einen Weg in das Nirwana zu finden und so Teil des Buddha zu werden. Allerdings war Itigelov kein Anhänger dieser Gruppierung und hat demnach diese Technik vermutlich nicht praktiziert – zudem widerspricht sie als selbstquälerische Methode dem buddhistischen Grundgeist.

2 Dokumentationen zum Chambo Lama Daschi-Dorsho Itigelow:

Weitere Info: auch GEO hat etwas dazu.

Zweiter Leichnam in Lotussitz-Haltung gefunden

mongolei mumieWie die "Siberian Times" berichtet, fand man erst kürzlich in der Mongolei einen anderen, dieses Mal aber tatsächlich mumifizierten Leichnam eines buddhistischen Mönches, der ebenfalls im Lotussitz verstarb (siehe Bild rechts) – hier würde die Praxis der Selbstmumifizierung schon eher Sinn machen. Es handelt sich bei diesem um eine "echte" Mumie ohne elastische Gelenke, liquides Blut oder lebendigen Körperzellen wie bei Itigelov. Die Forscher vermuten, dass der Mann eventuell ein Lehrer des oben behandelten Lamas Daschi-Dorsho Itigelow sein könnte, was wiederum der Sokushinbutsu entgegensteht.


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