Wissenschaftliche Zinskritik Teil 2 – der Josephspfennig

Heute eine Fortsetzung unseres neulich begonnenen Exkurses in die wissenschaftliche Zinskritik der Volkswirtschaft, oder besser: in die Kritik der sich in mathematischen Formeln verlierenden Theorie der neoklassischen Wirtschaftsschule (heutiger Lehrstandard), die den Zins unhinterfragt unter den Mantel des „Transmissionsmechanismus“ in ein wirres Geflecht realitätsferner Annahmen zerrt.*

Wir erinnern uns: die Aufgabe des Zinses liegt darin, Geld nicht dem Wirtschaftskreislauf durch Horten (zB. "Zuhause unterm Kopfkissen") entziehen zu lassen, sondern durch seinen Anreiz als leistungsloses Einkommen Geldbesitzern das Zurückfließen ihres Geldes in die Wirtschaft zu ermöglichen. Der Zins sorgt also dafür, dass ständig genügend Geld im Umlauf ist, damit es nicht zu Störungen im Warenaustausch kommt. Diese Funktion als Geldumlaufsicherung wiegt aber seine vielen Nachteile nicht einmal ansatzweise auf: Dass jegliches auf Zins und Zinseszins basierende Geldsystem langfristig wie unausweichlich zu tiefgreifenden Verwerfungen ökonomischer, politischer, sozialer und ökologischer Art führen MUSS, sei folgend mit dem Beispiel des sog. „Josephspfennig“ (auch Josefpfennig) illustriert – ein die Problematik stark vereinfachendes, doch die negativen Grundprinzipien des Zinses im Kern unleugbar aufzeigendes Beispiel.


Die wohl 3 besten Bücher zur wissenschaftlichen (und dennoch leicht verständlichen) Zinskritik:

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Der Josephspfennig

auto binary it Die Idee des fiktiven Josephspfennig stammt von Richard Price aus dem 18. Jahrhundert und befasst sich mit der theoretischen Entwicklung eines einzigen Cents, den man zu Jesus‘ Geburt mit 5% Verzinsung anlegt. Hätte man den Anspruch auf dieses Guthaben im Jahre 1990 geltend machen wollen, so bekäme man durch das exponentielle Wachstum des Vermögens utopische 134 Milliarden Erdkugeln aus purem Gold. Laut Professorin Margrit Kennedy wäre diese Summe im Jahre 2000 auf nunmehr 500 Milliarden Goldkugeln angewachsen, was beweise, „dass Geld Welt frisst“**.

http://lesmandarines.fr/?qwerty=binär-broker-test binär broker test Der Josephspfennig als Grafik veranschaulicht:

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tastylia strips reviews Das Beispiel des Josephspfennigs zeigt Absurdität des Zinses

notizie sulle opzioni binarie Der Zins birgt also mathematisch bedingt eine in die Unendlichkeit strebende Exponentialfunktion in sich, die auf Dauer in der begrenzten materiellen Welt  zu unerbringlicher Verschuldung einer immer größer werdenden Anzahl von Menschen führt und mit deren Dynamik so auch  die Geldpolitik eines Staates in erheblich negativer Weise beeinflusst wird – durch die vom exponentiellen Zinswachstum ausgehenden, immer höheren Geldschulden bleibt dem Staat auf Dauer immer weniger seiner Einnahmen zur Verteilung für seine essentiellen Aufgaben übrig, sodass es zwangsweise immer wieder zu Verwerfungen sozialer, ökonomischer oder gar politischer Art bis hin zu Staatsbankrotten in einem zinsbasierten Geldsystem kommen muss. Aus diesem Grund der langfristig unerbringlichen Schuldentilgung wegen exponentieller Schuldenakkumulation bei nichtexponentieller Realität können verzinste Geldschulden langfristig gesehen in keinem Universum dieses Kosmos je beglichen werden – es ist mathematisch bedingt unmöglich und muss zu immer wiederkehrenden „Systemresets“ führen, die sich als Bankencrash und Wirtschaftskrise manifestieren.

binära optioner program Wer nun 1 und 1 zusammenzählt, kann leise erahnen, was uns in absehbarer Zeit noch blüht – es werden solange Rettungspakete für Greichenland und co geschnürt, bis der Zusammenbruch erfolgt; alles nur ein verantwortungsloses Hinausschieben des Crashs, denn durch keine Reform kann Griechenland seine Schulden jemals zurückzahlen. Eine mögliche private Gegenmaßnahme vor dem zwangsweise eintreffenden Wirtschaftscrash wäre es, sein Geld teilweise in Edelmetallen wie Gold (da mehrwertsteuerbefreit!) als Werterhaltungsmaßnahme umzusetzen.

binary options online demo Eine makroökonomische Alternative zum Zins wäre eine Umlaufsicherungsgebühr auf gehortetes, dem Realwirtschaftskreislauf entzogenes Geld – dazu jedoch mehr im dritten Teil der wissenschaftlichen Zinskritik.

Weshalb das öffentliche Schweigen zur Zinskritik?

binary option no deposit bonus november 2017 Es stellt sich natürlich auch die Frage, weshalb die Zinskritk NULL Einzug in den gesellschaftlichen Diskurs findet – weder in den Medien, noch in der Wissenschaft hört man dazu trotz Finanzkrise nichts. Und wenn progressive Denker wie Dirk Müller ("Mr. Dax") die Zinskritik in die Öffentlichkeit tragen, passiert daraufhin wieder: NICHTS, keine Debatte, keine Diskussion, kein Denkantoß. Als Müller zusammen mit Geldsystemkritiker Prof. Hörmann bei Beckmann zu Gast war, konnte man die unverstandene Reaktion der etablierten Politiker darauf wunderbar beobachten: Ex-Finanzminister Theo Weigl und der damalige Wirtschaftsminister Phillip Rösler hörten die Zinskritk wohl zum ersten Mal, konnten damit aber nichts anfangen, verstummten nur ausdruckslos. Mehr noch: Rösler heuchelte kackfrech Interesse daran vor und sagte, solche "Theorien muss man jetzt diskutieren" – von ihm kam nie wieder etwas dazu.

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أربح أموال بالإستطلاع Warum aber löst die Zinskritik keinen Sturm der Entrüstung aus? Ist sie derart unplausibel, dass nicht einmal eine Diskussion darüber lohnt? Oder ist sie derart gefährlich, dass die schwerreichen Zinsprofiteure alles dafür tun, die Zinskritik  kleinzuhalten? Letzteres ist meiner persönlichen Meinung nach die wahrscheinlichste Erklärung, fällt aber unter den Terminus "Verschwörungstheorie" – und kann allein deshalb nicht wissenschaftlich erörtert werden. Außerdem wird wissenschaftliche Zinskritik sehr durch das erbe der Nazis beeinträchtigt, denn nicht selten wirft selbst die Wissenschaft Zinskritikern pauschal "strukturellen Antisemitismus" vor, ohne sich auch nur argumentativ damit zu befassen.

الخيارات الثنائية الموالية منتدى إشارات Als leicht verständliches Einführungsvideo in die wissenschaftliche Zinskritik empfehle ich unbedingt Vorträge von Prof. Bernd Senf:

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* Vgl. Senf, Bernd: Die blinden Flecken der Ökonomie. Wirtschaftstheorien in der Krise, 5. Auflage, Kiel 2008, S. 250f.
** Kennedy, Margrit: Wer regiert das Geld?, In: Recherche. Zeitung für Wissenschaft, Heft 1/2009, S. 1;22-23.

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