Zum Buddhismus – Einführung und Vertiefung in das Wie der Welt

comment avoir acces au macd pour trader aux options binaire Folgend ein sowohl für Einsteiger wie auch Kenner der Materie geeignetes Essay über die Grundlagen des Buddhismus als Einführung mit anschließender Vertiefung der daraus zu ziehenden Konsequenzen auch und vor allem im Spiegel abendländischer Philosophie. Nach dem Lesen dieses Aufsatzes wird jedem Leser der eher als Philosophie denn als Religion auftretende Buddhismus und die ihm innewohnende Logik klar verständlich werden und das eigene Weltbild mitunter stark erweitern.

segnali opzioni binarie sicure Grenzwissenschaftlich besonders interessant ist hierbei die Theorie des Karmas und der Reinkarnation, die unserer westlich-materialistischen Wissenschaft diametral entgegensteht und völlig neue Perspektiven auf die Betrachtung der Welt und das eigene Verhalten eröffnet.

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Los geht’s mit der Buddhismus Einführung und Vertiefung, der Originaltitel des Essays lautet in Anspielung auf das folgend genannte Zitat:

 

Von der bestechenden Erhabenheit buddhistischen Weltverständnisses

„Viele westliche Denker, die die gelbgekleideten buddhistischen Mönche kennengelernt und in den großen Bibliotheken ihrer stillen Klöster gearbeitet haben, halten den Buddhismus für eines der erhabensten Gedankengebäude, das je vom menschlichen Geist errichtet worden ist.“

Mit diesem Satz leitet Hans-Joachim Schoeps als Professor der Religions- und Geistesgeschichte in dem Buch „Die großen Religionen der Welt“ das Kapitel über den Buddhismus ein, ohne diese fast anmaßend erscheinende These argumentativ zu begleiten. Diese Argumentationslücke plausibel zu füllen, soll der Anspruch dieser religionsphilosophischen Kernabhandlung sein: die innerlogische Kohärenz des buddhistischen Systems wird anhand der Beantwortung grundlegender philosophischer Fragen wie die nach dem Sinn des Lebens oder der Existenz Gottes aufgezeigt und dargelegt, dass sich aufgrund dieser Argumentationsbasis die soziale und metaphysische Wirklichkeit des Seins in allen Einzelheiten nachvollziehbar erklären lässt. Aber auch philosophisch strittige Begrifflichkeiten wie der freie Wille, Gerechtigkeit, Zufall, Glück oder Pech lassen sich in ihrer Definition aus der gegebenen Prämisse heraus einwandfrei ableiten.

Dazu ist es notwendig, zunächst die theoretischen Eckpfeiler des Buddhismus freizulegen – allen voran die vier edlen Wahrheiten samt Begriffsgenese des „Karma“ und der „Wiedergeburt“. Erst dann können wir auf dieser Basis versuchen, grundlegende Fragen der Philosophie und des Seins insgesamt treffend zu beantworten. Autoren wie Augustinus oder Marx müssen hierzu ebenfalls kurz geschnitten werden, Hegel verdient dabei etwas mehr Beachtung und auch Kants Grundfragen der Philosophie soll nicht aus dem Weg gegangen werden. Überdies bedienen wir uns zur Wahrheitsfindung neben interdisziplinären Exkursen in die Geschichtswissenschaft auch soziologischen Untersuchungsergebnissen der empirischen Feldforschung über die Reinkarnationstheorie durch Professor Ian Stevenson. Schließlich soll ein Fazit die hervorgebrachten Ergebnisse zusammentragen und sich in einem kritischen Teil auch offenstehenden Fragen gestellt werden. Die überwiegend zum Zitieren genutzte Literatur befindet sich mit Anmerkungen versehen im Anhang gelistet.

Einführung in den Buddhismus – die vier edlen Wahrheiten

Nach der Weltentsagung und mehreren gescheiterten Extremversuchen findet der 35 Jahre alte Königssohn Siddhartha Gautama unter einer Pappelfeige während tiefer Meditation die Erleuchtung "bodhi" und erreicht Nirvana "Erlöschung". Der Erwachte ("Buddha") zieht nun durch Süd-Ost-Asien und lehrt das Dharma – die buddhistische Lehre. Seine erste Predigt nach der Erleuchtung hielt er vor seinen ehemaligen Wanderasket-Weggefährten. Es gäbe vier edle Wahrheiten, die den Buddhismus bereits im Kern komplett erfassen und sich wie folgt darstellen:

  1. edle Wahrheit

Das Leben ist dukkha (Leid) – der Mensch ist ständig auf der Suche nach dauerhaftem Glück, wird dieses aber nie erreichen. Der Erwachte sagt hierzu: 

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„Das [unerleuchtete] Leben im Daseinskreislauf ist leidvoll: Geburt ist Leiden, Altern ist Leiden, Tod ist Leiden; Kummer, Lamentieren, Schmerz und Verzweiflung sind Leiden. Gesellschaft mit dem Ungeliebten ist Leiden, das Gewünschte nicht zu bekommen ist Leiden. Kurz, die fünf Aneignungen [skandha, khandhah] sind Leiden.“

  1. edle Wahrheit

Die Ursachen des Leidens sind Gier, Hass und Verblendung (im Sinne von Nichtwissen über die Natur des Leidens). Der Erwachte sagt hierzu:

„Die Ursachen des Leidens sind Begehren, Abneigung [negatives Begehren] und Unwissenheit [über die Natur des Leidens]: Das Verlangen/Durst [tanhā], – begleitet von Leidenschaft bzw. Wonne, genossen eben hier und eben da – nämlich das Verlangen nach Sinneslust, das Verlangen nach Werden, das Verlangen nach Nicht-Werden.“

  1. edle Wahrheit

Erlischt die Ursache, erlischt das Leid (= Nirvana). Der Erwachte sagt hierzu:

„Durch das Erlöschen [nirodha] der Ursachen erlischt das Leiden: Das restlose Vergehen bzw. Enden, Abkehren, Abtreten, Aufgeben und Loslassen genau dieses Verlangens [tanha].“

  1. edle Wahrheit

Der zur Aufhebung des Leidens führende Pfad setzt sich aus 8 Tugenden zusammen. Der Erwachte sagt hierzu:

„Erlöschen des Begehrens [und damit des Leidens] ist möglich. Zu diesem Erwachen führt der 'Edle Achtfache Pfad': Rechte Sicht, rechte Entschlossenheit, rechtes Reden, rechtes Handeln, rechter Lebensunterhalt/-erwerb, rechtes Bemühen, rechte Aufmerksamkeit/Achtsamkeit, rechte Konzentration.“

buddhismus einfuehrungDas ist im Prinzip die Gänze des Buddhismus – kurz und knapp. Betrachten wir zu seinem tieferen Verständnis nun die vielleicht wichtigsten Begriffe etwas näher:

Karma und Wiedergeburt

"Karma, ihr Mönche, so nenne ich die Absicht", sagte Buddha und gibt damit eine grundsätzliche Interpretation von Karma vor. Es ist also der eigene Wille, die (egoistische) Motivation als universale Ursache jeder Wirkung – alles was Du denkst und tust kommt lehrend aber reflektiert wi(e)der. Dadurch trägt jeder selbst die absolute Verantwortung auf Basis des absolut freien Willens für alles was ihm widerfährt. Demnach ist beispielsweise ein Lottogewinn nicht das glückliche Ergebnis mathematischer Wahrscheinlichkeit, sondern die Ernte einer einst selbstgesäten Saat. Dieser Logik nach gäbe es auch keinen „Zufall“, „Glück“ oder „Pech“, sondern nur selbstbedingte/-gewählte Erfahrungen im Daseinskreislauf (Samsara) der ewigen Wiedergeburten (Reinkarnation). Dieses Gedankensystem bedingt einerseits den Anspruch eines universalkosmischen Charakters dieses Ursache-Wirkungs-Prinzips „Karma“ und birgt andererseits eine unglaubliche Komplexität in sich: wann wessen Karma wo weshalb wirkt ist einfach nicht nachvollziehbar – der Sechser im Lotto könnte „aus dem (vorvor)letzten Leben“ oder im hiesigen „angestaut“ worden sein und damit empirisch augenscheinlich nicht erfassbar (siehe dazu Abschnitt „Empirie“). Im engeren Sinne gibt es auch kein "gutes" oder "schlechtes" Karma – jegliche Polarität ist abzulehnen und nur Bestandteil des Erfahrungsprozess hin zur Erwachung; Bewertungen wie "gut" oder "böse" sind nur geistige Produkte der steten Anhaftung am Sinnlichen, am Sein und daher abzulehnen – Buddha selbst spricht hierbei gern vom „mittleren Weg“, gleich der Saite eines Musikinstrumentes: ist sie zu schwach gespannt, erklingt kein Ton, ist sie zu stark gespannt, reißt sie. Nur eine zwischen den Extremen liegende Spannung der Saite eignet sich für den Wohlklang des Instrumentes.

Nachdem wir nun die theoretischen Begrifflichkeiten und Grundlagen der buddhistischen Lehre als Einführung in den Buddhismus pointiert ergründet haben, können wir uns anhand dieser Logik einer Beantwortung wichtiger philosophischer Fragen widmen. Beginnen wir nun mit der wohl wichtigsten Frage, die sich auch ausgewiesene Nichtphilosophen zu beantworten wünschen: Was ist der Sinn des Lebens?

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Was ist der Sinn des Lebens?

Diese Frage lässt sich kurioserweise in einem Satz beantworten: Der Sinn des Lebens besteht paradoxerweise darin, nicht (mehr) zu leben. Die Erleuchtung und damit der Austritt aus dem Daseinskreislauf der ständigen Wiedergeburt ist das höchste Ziel der (menschlichen) Existenz.

Dies geschieht, sobald die dritte edle Wahrheit durch Vollzug der vierten edlen Wahrheit bedingt wurde: die Erlöschung (Erreichen des Nirvanas) durch unbeirrtes Beschreiten des edlen, achtfachen Pfades. In der Konsequenz können dies nur die Weltentsagung und der Rückzug (in eine klösterliche Gemeinschaft) sein, bei der sinnliches Anhaften durch den notwendigen Abstand zur nach Gier und Hass trachtenden, in Unwissenheit getränkten Umwelt minimiert wird und erst so neue Erkenntnisgewinnung ermöglicht. Ziel ist es also, durch einen erkenntnisgesteuerten Prozess über mehrere Existenzen hinweg einen höheren, metaphysischen Zustand zu erreichen.

In diesem Zusammenhang ist auch ein Vergleich zu Hegel äußerst aufschlussreich: ähnlich Aurelius Augustinius’ theologischer Vorstellung der zielgerichteten, höheren Menschwerdung spricht Hegel ebenso von einem metaphysischen System der höheren sittlichen Idee, auf die sich die Weltgeschichte hin zu entwickeln scheint; für ihn ist damit jeder Verlust an Menschenleben in einem Krieg und alles Geschehene auf Erden notwendige Bedingung für das Darauffolgende – jeder Seinsvorgang ist also mit einer tiefen, kausalbedingten Sinnhaftigkeit versehen. Leider misslingt Hegel eine nachvollziehbare Beweisführung, die seiner Argumentation konkret Rechnung trüge, weshalb denn beispielsweise Diktaturen eine gewisse Legitimität zuzuschreiben wäre. Genau in diese Argumentationslücke prescht das karmische Kausalitätsprinzip und erklärt uns, jedes Individuum habe auf Basis des absolut freien Willens durch eigenes Tun und Denken alles ihm Widerfahrende selbst zu verantworten – eine Diktatur ist also wie jedes andere Gesellschaftsprodukt auch nur die Summe karmischer Kausalität einer zusammenhängenden, großen Gruppe von Menschen („Gesellschaft“).

Darüber hinaus ließe sich der Sinn menschlicher Existenz vom zielgerichteten Erleuchtetwerden auf die Weltgeschichte übertragen, mit dem Ergebnis, adaptiv zu Hegel eine Form der evolutionären Entwicklung gesellschaftlicher Prozesse hin zu einem „sittlichen Ideal“ vorzufinden – Karl Marx bezeichnete dieses Gesellschaftsideal später als „Kommunismus“, wenn auch gänzlich anders argumentiert (nämlich in Form des „historischen Materialismus“), wird doch derselbe Zustand beschrieben. Auch in diesem metaphysischen System Hegels stellt sich die Frage nach der Existenz Gottes:

Gibt es Gott?

Die Frage nach einem Gott beantwortet Buddha mit keiner Silbe direkt, spricht gelegentlich von der „Weltseele Brahmas“, nie jedoch von einem „Gott“. Vermutlich tat er es mit dem Wissen, dass der Mensch zur Personifizierung des Transzendenten neigt: Wie der im Christentum an einen übermächtigen Patriarchen anmutende „Herr“, dem man die eigene Verantwortung blindlinks anvertraut und übergibt. „Götter“ als Entitätskategorie dagegen gibt es in so mancher Buddhismusauslegung zahlreiche, wobei auch hier wie bei anderen Gottes-Schilderungen eventuell präastronautische Zusammenhänge bestehen. Ohne auf die einzelnen Wesenheiten einzugehen, haben viele buddhistische Strömungen gemeinsam, dass es den Daseinsbereich der Götter (Devas) und der eifersüchtigen Götter (Asuras oder Titanen) gibt. Wie der Mensch auch, unterliegen diese (Halb-)Götter der unsteten, nicht-dauerhaften Existenz und sind damit ebenso vergänglich, wenngleich sie ein Vielfaches der menschlichen Lebensspanne umfassen. Buddha erwähnt in diesem Zusammenhang die Erschrockenheit einiger Götter nach seiner Erleuchtung, die selbstkritisch nachfragten: „Soll auch ich eines Tages der von diesem Menschenkind verkündeten Vergänglichkeit erliegen?!“. Dies impliziert die oben angeführte Einmaligkeit bestimmter Erkenntnisfähigkeit menschlicher Existenz: bedingt durch das kurze, aber leidhafte Dasein ist der Mensch fähig, die absolute Vergänglichkeit allen Seins als solche zu erkennen und folglich in das Nirvana einzukehren.

Buddha selbst war kein Gott und wird auch nicht als solcher verehrt – viel mehr ist er ein "normaler Mensch" wie wir alle und zeigt auf, dass jeder die Fähigkeit zur Erwachung in sich tragen kann. Dass er trotz dessen oftmals auch von sich Buddhisten schimpfenden Menschen als solcher angebetet wird, bestätigt nur den oben genannten Drang des Menschen nach personifizierter Transzendenz. Persönlich würde ich die Frage nach der Existenz Gottes mit „1. Gott muss grammatikalisch als Neutrum gelten („das Gott“), denn 2. Ja, im pantheistischen Sinne gibt es eine alles Sein und Nicht-Sein umfassende, allem innewohnende Urtranszendenz“ beantworten.

Bisher haben wir anhand buddhistischer Logik zwei wichtige Fragen der Philosophie konkret beantworten können. Schauen wir nun, wie es sich damit bei der Auseinandersetzung mit den philosophischen Grundfragen Kants verhält:

http://tomhebert.com/?yana=trading-online-internet&a55=3e trading online internet Die vier Grundfragen Kants

Der große europäische Philosoph fragte im 18. Jahrhundert:

  1. Was kann ich wissen?
  2. Was ist der Mensch?
  3. Was soll ich tun?
  4. Was darf ich hoffen?

Versuchen wir diese vier Fragen auf buddhistischer Argumentationsbasis prägnant zu beantworten:

  1. binäre optionen viel geld verdienen Was kann ich wissen?

Alles. Jedes Individuum trägt die (theoretische) Fähigkeit zur Erleuchtung (erhabene All http://agrupjrosa.net/?chort=erfahrungen-stockpair erfahrungen stockpair wissenheit) in sich. Praktisch hindert es sich dabei aber selbst durch steten „Konsum“ der drei Geistesgifte (Gier, Hass und Nichtwissen; zweite edle Wahrheit), sodass eine Buddhaschaft wohl nur den wenigsten vergönnt sein wird – steter Erkenntniszuwachs durch Wohlverhalten ist allerdings grundsätzlich gegeben.

  1. binaire opties risico Was ist der Mensch?

Der menschliche Körper dient bei diesem Erfahrungsprozess als materieller Wirt für ein stets reinkarnierendes Bewusstsein. Er ist die vielleicht einzige Daseinsform mit der Fähigkeit zur Erleuchtung (siehe „Gibt es Gott?“). Laut Buddha gibt es vier „Arten“ von Menschen: Vom Licht zum Licht Wandelnde, vom Licht zum Schatten Wandelnde, vom Schatten zum Licht Wandelnde und von Schatten zu Schatten Wandelnde. Dabei ist kein Weg festgeschrieben und jederzeit durch Einsicht neu begehbar.

  1. Köp Strattera Was soll ich tun?

„Gutes“. Wenn wir laut Karma das ernten, was wir einst säten, so sollte man naheliegenderweise darin bestrebt sein, überwiegend „Gutes“ zu tun – Altruismus aus Egoismus vereinfacht ausgedrückt. Der normative Wertmaßstab kann dabei analog zu Kants kategorischen Imperativ nur subjektiver Natur sein: das, was ich selbst in meinem Inneren als „gut“ oder „richtig“ empfinde, ist es letztlich auch, da anders kein selbstbestimmter, freier Wille vorauszusetzen wäre – man selbst ist jederzeit als Schöpfer und Zerstörer des eigenen Mesokosmos innerhalb des großen, ganzen (Makro)Kosmos eingebettet. Schließlich sollte man sich antagonistisch den drei Geistesgiften gegenüber in Verzicht, Liebe und Wissen üben; als praktischer Leitfaden für den Alltag kann in gewisser Hinsicht der von Buddha aufgezeigte „edle achtfache Pfad“ dienen.

  1. how to report company stock options on tax return Was darf ich hoffen?

Das Individuum darf in jedem Fall auf "Unsterblichkeit" seiner selbst in Form von steter Reinkarnation bis zur Erlöschung (Nirvana) und stetem Konfrontiertwerden mit der Konsequenz "guter" oder "schlechter" Taten (Karma) „hoffen“. Es ist also eine universale, langfristig immer eintretende „Gerechtigkeit“ zu erwarten, die viel mehr als eine Art Ausgleich der Erfahrung wegen (nicht Bestrafung) fungiert, aber mit irdischen Worten nur schwer zu beschreiben ist, möchte man nicht normativ abgleiten. Hinzu kommt die grundsätzliche Hoffnung, von all dem Leid der Welt eines Tages, womöglich noch dieses Leben, befreit und selbst zu einem Buddha zu werden, den Einzug ins Nirvana strebsam zu bewältigen.

Köp Viagra Halmstad Empirie und Reinkarnationsforschung

buddhismus buch leben meisternBisher wurde sich in diesem Essay fachbedingt einer deduktiven Methodik bedient und dadurch aufgezeigt, welch innerlogische Kohärenz samt Konsequenz der buddhistischen Argumentation von Karma und Reinkarnation zugrunde liegt. Dieses ideelle Theoriemodell in der Praxis jedoch empirisch belegen zu können, scheint fast ausweglos – zumindest das karmische Prinzip birgt eine unheimlich tiefgründige Komplexität in sich, die im Detail wegen ihrer stets individuellen Komponente kaum ergründet werden kann.

Ganz anders verhält es sich mit der Reinkarnation und der Forschung um sie: Der kanadische Psychiater Professor Ian Stevenson untersuchte ab den 1960er-Jahren 40 Jahre lang tausende Fälle von Kindern, die vorgaben, sich an ihre frühere menschliche Existenz in vielen Einzelheiten erinnern zu können. Stevenson fuhr persönlich zu diesen Kindern hin und stellte im Laufe seiner empirischen Feldforschung fest, dass überprüfbare Angaben aus der vermeintlich letzten Inkarnation bei einer Mehrzahl der Fälle tatsächlich nachweisbar waren – dazu gehört z.B. die Konfrontation und das Identifizieren von dem Kind eigentlich fremder Orte und Familien anhand spezifischer Merkmale wie beispielsweise das Wissen ihrer (Spitz)namen und privaten Geheimnisse von Geldverstecken im Haus oder familieninterner Vertraulichkeiten; auch Mörder konnten so identifiziert und durch aufgerollte Gerichtsverfahren letztlich gestellt werden. Überdies sollen körperliche Verletzungen aus dem letzten Leben als Muttermale im Diesseits an exakt gleicher Stelle aufgetreten sein. Auffällig ist nämlich, dass über die Hälfte der von Stevenson befragten Kinder angaben, eines gewaltsamen oder unnatürlichen Todes gestorben zu sein. Zudem scheint sich dieses Erinnerungsfenster an eine vormalige Existenz vornehmlich im Alter von drei bis sieben Jahren zu öffnen, danach verblassen die Erinnerungen und selbst einst Befragte können vormals gemachte Angaben nicht wiederholt schildern.

Als Pionier der Reinkarnationsforschung genießen seine Untersuchungen wegen der hohen Anzahl untersuchter Fälle mit entsprechend hoher Validität auch bei Fachleuten Anerkennung. Für unsere Abhandlung ist vor allem der empirische Nachweis von Wiedergeburt durch Stevenson und anderen Reinkarnationsforschern von Interesse,  wenngleich solche Ergebnisse vom oft dogmatisch-konservativ wirkenden Wissenschaftsmainstream ohnehin mit „Zufall!“, „Betrug!“ oder schlicht der Verletzung des wissenschaftlichen Sparsamkeitsprinzips („Ockhams Rasiermesser“) oberflächlich wegdiskutiert werden.

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Neben dem offensichtlichen Verstoß gegen das Sparsamkeitsprinzips, verstößt das karmische Konzept augenscheinlich auch gegen unsere gewohnte Auffassung von moralischer Gerechtigkeit: Wenden wir die Logik des Karmas konsequent auf Verbrechen an, so wäre es unglaublich zu behaupten, ein Gewaltopfer wäre "selbst Schuld" an seiner Situation. Benutzen wir aber eine dem Buddhismus eher entsprechende Terminologie, müsste man vielmehr von "selbstgewählter Erfahrung" sprechen, eine "Schuld" oder „Bestrafung“ in dem Sinne gibt es nicht; alles Erlebte ist eigenverantwortlich herbeigeführt und Teil des erfahrungsreichen Weges hin zur eigenen Erleuchtung. Sowieso bekommt man schnell das Gefühl, der Buddhismus sei vorderrangig nur um das eigene Seelenheil bedacht, ist doch das Erlöschen und damit die Aufhebung des eigenen Leidens oberstes Ziel. Hier nämlich taucht ein scheinbar unüberwindbarer Widerspruch auf: Wenn ich selbst nach der Erleuchtung trachte, darauf hinarbeite wie oben einmal geschrieben, ist dies doch eine Form der Gier, die wiederum ursächlich für alles Leiden ist. Somit wäre doch ein Streben nach Erleuchtung auch nur leidbringendes Anhaften. Diesen Vorwurf der Ego-Religion begegnet der Buddhismus mit dem Bodhisattva-Konzept: im Laufe des Strebens nach Erwachung erlangt der Meditierende immer mehr Mitgefühl und Liebe zu allem Sein, wird von allein zum Bodhisattva (Einem, der zum Heil aller anderen die Buddhaschaft anstrebt) – provokant könnte man dennoch sagen: „Altruismus aus Egoismus“.

Es fällt auch auf, dass Buddha Fragen an seine Person entweder indirekt oder mit einem metaphorischen Gleichnis, nie aber konkretisierend beantwortet. Dies zeugt nicht von fehlender Argumentationsschwäche, sondern impliziert vielmehr seine von Polarität befreite Erhabenheit, bei der es kein zwingendes „richtig oder falsch“ zu geben scheint und dem Normalsterblichen nur über Gleichnisse bestimmte Zusammenhänge zugänglich ist – überdies bleibt dadurch der ursprüngliche Sinnerhalt trotz steter Wandlung von Begrifflichkeiten über die Jahrhunderte gewahrt.

Hinzu kommt, dass der Buddhismus keine Antworten auf globale Probleme kennt; er kennt eben nur das Individuum, hält sich politisch vollkommen heraus und stellt weder das System infrage noch beteiligt er sich an Revolutionen oder sozialen Bewegungen – wohl mit Wissen um den Hintergrund, dass das Leid der Welt ohnehin in keinem System aufzuheben sei und stets nur individuell überwunden werden kann.

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Mit diesem Essay sollte versucht werden, die Plausibilität und Eignung des Buddhismus zur Erklärung der Wirklichkeit aufzuzeigen; dies gelang weitestgehend – nicht nur ergänzt das karmische Prinzip bereits bestehende Systeme der Philosophie, es perfektioniert sie geradezu: Hegels Idee des sich zielgerichtet entwickelnden Weltgeistes bekommt erst durch das karmische Kausalprinzip plausiblen Charakter.

Wie bei jeder theoretischen Konzeption haben wir aber auch im Buddhismus kritische Punkte gefunden und finden bis heute pervertierte Auswüchse vor, allen voran der tibetische Buddhismus. Hier sind Rituale und Geisterbeschwörungen elementarer Bestandteil, die von Buddha mit Verweis auf das Anhaften ritueller Bräuche stets abgelehnt werden müssten. Wichtiger aber für das zusammenhängende Weltverständnis des Buddhismus sind zentral die vier edlen Wahrheiten sowie die Begrifflichkeiten „Karma“ (Motiv, Antrieb, Absicht eigenen Denkens und Handelns) und „Reinkarnation“ (Wiedergeburt des vermeintlichen „Ichs“) – zusammengefasst ist der Sinn des kosmischen Daseins, den ständigen, letztlich immer leidhaften Prozess der Wiedergeburt durch stetes Beschreiten des von Buddha aufgezeigten edlen, achtfachen Pfades moralischen Verhaltens zu durchbrechen um „Nirvana“ zu erlangen; „Erlöschung“ zu erreichen.

Nüchtern betrachtet handelt es sich also auch beim Buddhismus um ein soteriologisches Ideenmodell: dem Menschen wird anhand eines klar skizzierten Weges dargelegt, wie er noch dieses Leben das Leid überwindet um Seelenheil zu finden – mir ist jedoch zuletzt außer dem historischen Buddha Gautama kein erleuchtetes Individuum bekannt; selbst dem Dalai Lama beispielsweise ist die Erleuchtungsimmanenz, die Bodhisattva-Mentalität, tendenziell abzusprechen, aber das wäre ein gänzlich eigenständiges Thema (Stichwort tibetische Feudalherrschaft). Für den Einzelnen besteht also in der Realität selbst bei Auszug in die Hauslosigkeit und Anschluss einer Mönchsgemeinde eine ziemlich pessimistisch geringe Perspektive, tatsächlich Bodhi zu erlangen, wenngleich Buddha die Fähigkeit dazu jedem Menschen in die Wiege legt.

Die Konsequenz für die Gesellschaft daraus muss diesem Pessimismus nicht unbedingt erliegen: Man stelle sich vor, es gelänge, das Prinzip des Karmas empirisch exakt nachweisen zu können. Die Folge davon kann nur sein, von heute auf morgen eine grundfriedliche Gesellschaft vorzufinden, da niemand mehr schon des Selbstschutzes wegen anderen Schaden zu fügt, um eben sein Karma nicht unnötig zu strapazieren („Altruismus aus Egoismus“). Heutzutage kaum vorstellbar, dies eines Tages tatsächlich zu erleben – das Selbstverständnis des Menschen ist eben auch von den herrschenden, historischen Bedingungen abhängig, die uns solche Visionen heutzutage als traumtänzerisch verklären wollen. Vielleicht können wir Wohlstandseuropäer die Tiefgründigkeit dieses System in seiner konsequenten Komplexität auch nur schwerlich erfassen?

Ende (Quellen siehe unten)


 

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går det att köpa Viagra på nätet "Einführung in den Buddhismus" – Literaturliste und Quellennachweis

Einem Essay typisch, wurde in dieser Buddhismus Einführung auf Fußnoten verzichtet. Ohnehin entstammen die Schlussfolgerungen und Ausführungen weitestgehend selbstinspirativer Natur. Zitate Buddhas sind aus Seidenstückers übersetzter Primärquellensammlung entnommen. Das eingangs erwähnte Buch „Die großen Religionen der Welt“ ist eine bearbeitete Übersetzung aus dem Englischen, in der über einhundert Fachleute und große Religionsinstitute die fünf Weltreligionen vorstellen. Die Überlegungen Hegels und Augustinus stammen aus Hoersters Klassiker, Stevensons Ergebnisse zur Reinkarnationsforschung finden sich vor allem  in seinem wissenschaftlichen Hauptwerk „Reincarnation and Biology“. Die entsprechende Auflistung alphabetisch sortiert:

  • Hoerster, Norbert (Hrsg.): Klassische Texte der Staatsphilosophie, München 1997.
  • Schoeps, Hans-Joachim: Die großen Religionen der Welt, München 1968.
  • Seidenstücker, Karl: Die Lehren Buddha, Paderborn 2005.
  • Stevenson, Ian: Reincarnation and Biology: A Contribution to the Etiology of Birthmarks and Birth Defects, Westport 1997.

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Daschi-Dorscho Itigelow: 162-jähriger Mönch gibt Wissenschaft Rätsel auf

Wissenschaftliche Belege und Ausführungen zur Reinkarnationstheorie

Zur Wissenschaftskritik – was früher Ketzerei war, ist heute die Verschwörungstheorie (unterer Abschnitt "Karma und Reinkarnation")

opzioni binarie un tocco Nachtrag: Dieses Essay wurde schon vor einigen Jahren geschrieben und nicht jede dieser darin gemachten Aussagen würde ich heute noch ohne Widerspruch erhebend zustimmen!

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7 Gedanken zu „Zum Buddhismus – Einführung und Vertiefung in das Wie der Welt

    1. grenzwissenschaftler Beitragsautor

      Ich freue mich über jede kontroverse Diskussion, danke zunächst für den Einwand. Historisch betrachtet lebte Buddha rund 500 Jahre vor Jesus, mWn gibt es allerdings keine Hinweise darüber, dass die buddhistische Philosophie Jesus bekannt gewesen ist. Beide Lehren widersprechen sich auch gar nicht, vielmehr ergänzen Sie sich meiner Auffassung nach bestens – beide Religionen predigen im Grundsatz die Liebe als Höchstes. Manche vertreten auch die Theorie, dass die Reinkarnation im frühen Christentum und in der Lehre Jesu Bestandteil war, durch die Herrschenden aber entfernt worden ist. Ein wichtiger Unterschied zwischen beiden Anschauungen besteht darin, dass Buddha wie im Artikel aufgezeigt keine Aussagen zu Gott oder ähnlichem trifft. Imho tat er dies, um einen bewussten Gegenpol zu den späteren großen monotheistischen Weltreligionen zu schaffen. Er wusste wohl, dass der Mensch das Konzept Gottes pervertieren würde und als Rechtfertigung verwerflicher Taten missbrauchen würde. Mir ist kein einziger im Namen des Buddhismus geführter Krieg bekannt, widerspräche auch diametral der Lehre Buddhas.

      Zugespitzt könnte man vielleicht sagen: Buddha ist in seiner Lehre der östliche Jesus.

      Antworten
      1. Kommentierer

        Danke für die Antwort, die zu einer Diskussion führt.
        Buddha war am Anfang Hindu. Er verliess den vornehmen Hof und suchte nach Antworten für sein Leben, dass er im Gegensatz zum Leben der armen Menschen als Laster empfand. Er wollte das Rad der Wiedergeburten verlassen.
        Unstrittig ist, dass er keinen Gott dazu suchte. Es gibt daher keinen zu dem ernsthaft ein Buddhist beten würde, der die Lehre des Buddha praktiziert.

        Buddha war kein Konformist und – das bringe ich hier als Nebeninformation rein – ein Indigo Mensch. Auch wenn das nicht hier kontextuell unbedingt reingehört, so will ich es mal gesagt haben. Es spricht viel dafür. Sonst hätte er niemals schon lange selbstverständliches Prozedere hinterfragt und den Weg gesucht, um das was ihm falsch vorkam zu verlassen.

        Wenn du Angriffskrieg meinst, der in seinem Namen nie geführt / begonnen wurde so kann das stimmen. War das im Alten Japan auch so, nachdem der Zen-Buddhismus sich verbreitete? Ich bin mir nicht sicher in der Frage und suche jetzt nicht nach einer Information dazu.

        V.G.,

        Kommentierer

      2. grenzwissenschaftler Beitragsautor

        Nun, ich mag das binäre Schubladendenken nicht allzu sehr. Also idF diese zwanghafte Zuordnung zu "dieser" oder "jenen" Religion. Buddhismus ist für mich Philosophie, keine dogmatische Religion. Daher ist es mEn auch völlig legitim, als vom Buddhismus überzeugter dennoch die Lehre von Jesus Christus als Tatsächlichkeit anzuerkennen. Dies inkludiert der Glaube an eine wie im Essay beschriebene Entität Gott, die (imho!) als pantheistisch aufgefasst werden kann – Gott ist demnach "die Ganzheit der DInge", also vom Molekül über Lebewesen bis zur Galaxie. Im Essay steht dazu ja auch eine (imho ;) logische Erklärung, weshalb Buddha gezielt NICHT auf das "Gotteskonzept" zurückgreift, wenngleich er (imho!) von "der einen, allumfassenden Quelle" (="Gott") als Erwachter natürlich Kenntnis hatte. Ebenso aber hatte er als ebensolcher auch Kenntnis von der kommenden Zeit und schuf mit seiner Lehre gezielt einen Gegenpol zur monotheistisch dominierten Welt der Gegenwart. Wie im Essay aufgezeigt, wusste er vermutlich um den Hang des Menschen zur Verklärung "Gottes" als personifiziertes Wesen (Vgl. Gottesdarstellungen in Cartoons als großer Mann mit weißem Bart). Der Mensch der Jetztzeit kann mit diesem Konzept eben noch nicht umgehen, pervertiert es aus spiritueller Unterentwicklung heraus. Aus diesen Gründen verzichtete Buddha in seiner schier unermesslichen Weisheit auf die Einbindung des Gotteskonzeptes in seine Lehre des Dharmas. Wer Erfahrungen in (zumindest westlichen) Meditationskreisen diverser buddhistischer Gruppen gesammelt hat, wird bestätigen können, dass (imho entgegen der ursprünglichen Lehre) die Person Buddhas von einigen wie eine Art Gott angebetet bzw. verehrt wird, an welchen sich Bitten und Wünsche richten. Dies verdeutlicht abermals den menschlichen Hang zur Vergöttlichung der Dinge.

        Im Übrigen bin ich der Auffassung, dass sich sowohl die Lehre Buddhas wie auch Jesu auf ein einziges Attribut reduzieren lässt: Liebe; liebe bedingungslos alles Sein!

        PS: alle Ausführungen entspringen lediglich meinem Geist und erheben zu keinem Zeitpunkt eine absolute Deutungshoheit! Ich stelle sie hiermit offen zur Diskussion und bin jedweden Entgegnungen dankbar.

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