Buddhismus Einführung

“Einführung in den Buddhismus” – Literaturliste:

  • Hoerster, Norbert (Hrsg.): Klassische Texte der Staatsphilosophie, München 1997.
  • Schoeps, Hans-Joachim: Die großen Religionen der Welt, München 1968.
  • Seidenstücker, Karl: Die Lehren Buddha, Paderborn 2005.
  • Stevenson, Ian: Reincarnation and Biology: A Contribution to the Etiology of Birthmarks and Birth Defects, Westport 1997.

Weitergehende Artikel dieses Blogs zum Thema Buddhismus Einführung und Vertiefung der buddhistischen Philosophie:

Daschi-Dorscho Itigelow: 162-jähriger Mönch gibt Wissenschaft Rätsel auf

Wissenschaftliche Belege und Ausführungen zur Reinkarnationstheorie

Zur Wissenschaftskritik – was früher Ketzerei war, ist heute die Verschwörungstheorie (unterer Abschnitt “Karma und Reinkarnation”)

Andere Artikel dieses Blogs:

7 Gedanken zu „Buddhismus Einführung

    1. grenzwissenschaftler Beitragsautor

      Ich freue mich über jede kontroverse Diskussion, danke zunächst für den Einwand. Historisch betrachtet lebte Buddha rund 500 Jahre vor Jesus, mWn gibt es allerdings keine Hinweise darüber, dass die buddhistische Philosophie Jesus bekannt gewesen ist. Beide Lehren widersprechen sich auch gar nicht, vielmehr ergänzen Sie sich meiner Auffassung nach bestens – beide Religionen predigen im Grundsatz die Liebe als Höchstes. Manche vertreten auch die Theorie, dass die Reinkarnation im frühen Christentum und in der Lehre Jesu Bestandteil war, durch die Herrschenden aber entfernt worden ist. Ein wichtiger Unterschied zwischen beiden Anschauungen besteht darin, dass Buddha wie im Artikel aufgezeigt keine Aussagen zu Gott oder ähnlichem trifft. Imho tat er dies, um einen bewussten Gegenpol zu den späteren großen monotheistischen Weltreligionen zu schaffen. Er wusste wohl, dass der Mensch das Konzept Gottes pervertieren würde und als Rechtfertigung verwerflicher Taten missbrauchen würde. Mir ist kein einziger im Namen des Buddhismus geführter Krieg bekannt, widerspräche auch diametral der Lehre Buddhas.

      Zugespitzt könnte man vielleicht sagen: Buddha ist in seiner Lehre der östliche Jesus.

      Antworten
      1. Kommentierer

        Danke für die Antwort, die zu einer Diskussion führt.
        Buddha war am Anfang Hindu. Er verliess den vornehmen Hof und suchte nach Antworten für sein Leben, dass er im Gegensatz zum Leben der armen Menschen als Laster empfand. Er wollte das Rad der Wiedergeburten verlassen.
        Unstrittig ist, dass er keinen Gott dazu suchte. Es gibt daher keinen zu dem ernsthaft ein Buddhist beten würde, der die Lehre des Buddha praktiziert.

        Buddha war kein Konformist und – das bringe ich hier als Nebeninformation rein – ein Indigo Mensch. Auch wenn das nicht hier kontextuell unbedingt reingehört, so will ich es mal gesagt haben. Es spricht viel dafür. Sonst hätte er niemals schon lange selbstverständliches Prozedere hinterfragt und den Weg gesucht, um das was ihm falsch vorkam zu verlassen.

        Wenn du Angriffskrieg meinst, der in seinem Namen nie geführt / begonnen wurde so kann das stimmen. War das im Alten Japan auch so, nachdem der Zen-Buddhismus sich verbreitete? Ich bin mir nicht sicher in der Frage und suche jetzt nicht nach einer Information dazu.

        V.G.,

        Kommentierer

      2. grenzwissenschaftler Beitragsautor

        Nun, ich mag das binäre Schubladendenken nicht allzu sehr. Also idF diese zwanghafte Zuordnung zu “dieser” oder “jenen” Religion. Buddhismus ist für mich Philosophie, keine dogmatische Religion. Daher ist es mEn auch völlig legitim, als vom Buddhismus überzeugter dennoch die Lehre von Jesus Christus als Tatsächlichkeit anzuerkennen. Dies inkludiert der Glaube an eine wie im Essay beschriebene Entität Gott, die (imho!) als pantheistisch aufgefasst werden kann – Gott ist demnach “die Ganzheit der DInge”, also vom Molekül über Lebewesen bis zur Galaxie. Im Essay steht dazu ja auch eine (imho ;) logische Erklärung, weshalb Buddha gezielt NICHT auf das “Gotteskonzept” zurückgreift, wenngleich er (imho!) von “der einen, allumfassenden Quelle” (=”Gott”) als Erwachter natürlich Kenntnis hatte. Ebenso aber hatte er als ebensolcher auch Kenntnis von der kommenden Zeit und schuf mit seiner Lehre gezielt einen Gegenpol zur monotheistisch dominierten Welt der Gegenwart. Wie im Essay aufgezeigt, wusste er vermutlich um den Hang des Menschen zur Verklärung “Gottes” als personifiziertes Wesen (Vgl. Gottesdarstellungen in Cartoons als großer Mann mit weißem Bart). Der Mensch der Jetztzeit kann mit diesem Konzept eben noch nicht umgehen, pervertiert es aus spiritueller Unterentwicklung heraus. Aus diesen Gründen verzichtete Buddha in seiner schier unermesslichen Weisheit auf die Einbindung des Gotteskonzeptes in seine Lehre des Dharmas. Wer Erfahrungen in (zumindest westlichen) Meditationskreisen diverser buddhistischer Gruppen gesammelt hat, wird bestätigen können, dass (imho entgegen der ursprünglichen Lehre) die Person Buddhas von einigen wie eine Art Gott angebetet bzw. verehrt wird, an welchen sich Bitten und Wünsche richten. Dies verdeutlicht abermals den menschlichen Hang zur Vergöttlichung der Dinge.

        Im Übrigen bin ich der Auffassung, dass sich sowohl die Lehre Buddhas wie auch Jesu auf ein einziges Attribut reduzieren lässt: Liebe; liebe bedingungslos alles Sein!

        PS: alle Ausführungen entspringen lediglich meinem Geist und erheben zu keinem Zeitpunkt eine absolute Deutungshoheit! Ich stelle sie hiermit offen zur Diskussion und bin jedweden Entgegnungen dankbar.

  1. Pingback: Außerirdische Wesen im Islam und dem Koran | Grenzwissenschaftler.wordpress.com

  2. Pingback: Der Naturzustand des Thomas Hobbes im Vergleich zur buddhistischen Philosophie Siddharta Gautamas | Grenzwissenschaftler.com

  3. Pingback: Rückführung in früheres Leben – Erfahrung einer Hypnose Reinkarnationstherapie | Grenzwissenschaftler.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.