Rückblick: Die schönsten Kornkreise 2015

Die bis heute mysteriösen weil nie geklärten Kornkreise setzten ihren beharrlichen Marsch auch in dem vergangen Jahr fort und begeisterten Feldforscher mit faszinierenden Formationen in nahezu allen Teilen der Welt. Trotz einer größeren globalen Ausbreitung machten sie ihrem Ruf wieder insbesondere in der Kornkreisheimat England alle Ehre – begegnen wir hiermit den schönsten Kornkreisen des Jahres 2015 in einem Resümee.

Wir aus der alternativmedialen Betrachtungsszenerie haben uns an die Kornkreise längst gewöhnt. Ihre alljährliche Saison ist fest in unseren Kalendern verankert. Wer (oder was) auch immer für ihre Existenz verantwortlich ist, befleißigt sich weiter seiner Kunst und ließ sich bislang weder durch abflauendes Medieninteresse noch durch öffentliche Teilnahmslosigkeit abschrecken. Von der früheren Begeisterung ist einiges verloren gegangen, dafür haben die Kornkreise inzwischen etwas beinahe Tröstliches. Für alle, die sich für ungewöhnliche Phänomene begeistern, hat der europäische Sommer erst begonnen, wenn eine genügende Zahl neuer Formationen aufgetaucht ist. Die Kreise geben uns das beruhigende Gefühl, dass die Ordnung der Dinge wiederhergestellt ist. Falls das Phänomen in einem Jahr einmal ausbleiben sollte, wäre die Verwirrung groß. Noch deutet aber nichts auf ein Ende hin.

Abb. 1: Hampton Lucy, nahe Stratford-upon-Avon, Warwickshire, UK. Gemeldet am 8. August.

Die Zahlen für 2015 liegen ungefähr im Bereich der Vorjahre mit 43 Meldungen weltweit und 38 davon in Großbritannien. Genug, um Aufmerksamkeit zu erregen. Immer noch lassen sich Neulinge von den Kreisen und den damit einhergehenden Kontroversen anregen. Und ja – es gibt unerklärlicherweise Menschen, an denen das Thema bisher vorbeigegangen ist. Die alte Botschaft der Kreise, ob gewollt oder ungewollt, ist weiter aktuell: Der menschliche Geist soll mit der Vorstellung konfrontiert werden, dass unser Verständnis der Welt vielleicht doch nicht so vollständig ist, wie manche Leute uns glauben machen.

Die frühen Designs der Kornkreis-Saison 2015

Das Kornkreisjahr begann außerhalb der üblichen englischen Schauplätze: Schon am 4. Januar machte Mexiko den Auftakt mit einem dreifachen Rad in einem Maisfeld bei Guadalajara im Bundesstaat Jalisco, gefolgt von Brasilien am 4. März mit einem einfachen Mais-Emblem in der Nähe von Içara (Santa Catarina).

http://tarbitoitutargalt.ee/?yaichko=brokers-consigliati-per-opzioni-binarie&189=55 brokers consigliati per opzioni binarie Die Saison im Vereinigten Königreich wurde mit zwei eher schlichten Exemplaren im April eröffnet. Die traditionelle Kornkreishochburg Barbury Castle in Wiltshire startete – ungewöhnlich früh – am 9. April. Hier erschien ein einfacher Ring mit bescheidenen Anhängseln, ausgeführt in niedrigem Weizen. Bemerkenswert ist, dass nur ein einziger Kreis in einem Rapsfeld gesichtet wurde, wo sonst die Mehrheit der Frühankömmlinge auftaucht. Dieses Jahr wurde in Großbritannien wohl weniger Raps gesät, was die Anomalie vielleicht erklärt. Das einzelne Exemplar war eine leicht unbeholfene sechsteilige Blume in Yatesbury (Wiltshire) am 10. Mai, die angeblich für eine Fernsehsendung entstand. Der Mai bescherte uns zwei ambitioniertere Formationen: einen beeindruckenden dreizehnzackigen Stern in einem stilisierten keltischen Kreuz in Manton Drove, nahe Marlborough (Wiltshire) am 24. sowie ein ungewöhnliches vierblättriges Kelten-Labyrinth in Blandford Forum (Dorset) am 30. des Monats.

demo forex opzioni binarie Die anderen europäischen Länder brachten sich ebenfalls im Mai in Stellung. Ein fünfteiliges Emblem in der Ringslebenstraße am Rande der Berliner Gropiusstadt am 18. Mai wirkte schlicht, aber ansprechend. In der Zwischenzeit nahmen die Niederlande in der Region Noord-Brabant ihre Arbeit an den Designs wieder auf, die mit dem Medium Robbert von den Broeke in Zusammenhang gebracht werden. Einige waren einfach gestrickt, andere komplexer – wie gewohnt untermalt von einer ziemlich aufgeheizten Debatte. Vier Formationen tauchten im Mai auf, nach einer einzelnen im April. Den Sommer über sollten noch weitere sechs holländische Kreise folgen. Bemerkenswert war ein eigentümliches 13-teiliges Raupendesign – komplett mit Fühlern und Beinen – in Bettewaardsedijk (Zeeland) am 9. Juni. Berichten zufolge wurde es für ein Schulprojekt hergestellt.

charles cottle options trading Der beeindruckendste Kreis des Monats außerhalb Englands wurde am 8. Mai im Pekinger Stadtbezirk Fangshan gesichtet. Schon früher waren Kornkreise in China aufgetaucht (wenn auch selten), dieser war aber der bisher aufwändigste und schönste. Er bestand aus einem präzisen und komplexen zwölfteiligen Kranz, der einen sechsblättrigen floralen Innenteil einfasste:

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tastylia review Kornkreis in China bei Fangshan, 8. Mai

iqoption wikipedia Im Vergleich dazu brachte eine andere Supermacht – die USA – dieses Jahr lediglich einen einzigen Versuch zustande, am 21. Mai in Gray, Tennessee. Es handelte sich dabei um ein eher unambitioniertes Exemplar aus drei miteinander verflochtenen Ringen. So eifrig und interessiert die US-amerikanischen Kornkreisforscher bei der Sache sind, so rätselhaft bleibt es, warum ihnen so wenige eigene Formationen vergönnt sind.

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Ein ereignisreicher Kornkreis-Monat in Italien

strategie opzioni binarie con bande di bollinger Viel zu sehen gab es im Juni in Italien. Der Monat begann mit zwei Kreisen in Castelnuovo Berardenga in der Provinz Siena – zuerst ein aus mehreren Ringen gefertigtes Motiv am 2., danach eine sechsteilige Anordnung ähnlich dem Steuer eines Schiffs am 3. Juni. An den Tagen zuvor wurde von merkwürdigen Leuchterscheinungen im Umkreis des Ortes berichtet.

Tastylia Wholesaler Abb. 2: Pontecurone, Alessandria, Italien. Gemeldet am 7. Juni.

migliori piattaforme trading binario Italiens Blütezeit war damit noch nicht zu Ende: Am 7. Juni beeindruckte in Pontecurone (Piemont) ein sauber ausgeführtes achtteiliges Mandala aus flachen Dreiecken innerhalb eines Rings die Beobachter (Abb. 2). Am 20. wurde es von einem noch aufwändigeren Design in Ravenna (Emilia-Romagna) übertrumpft (Abb. 3). Die genial ausgeführte Arbeit ließ an ein Speichenrad oder ein Karteikarten-Karussell denken, überlagert von einem Kreis mit kleinem, dezentralem „Mittelpunkt“. Insgesamt wirkte das Design wie eine astronomische Konstellation – vielleicht Jupiter, der sich vor die Sonne schiebt.

مراجعة الخيارات الثنائية إشارات خبير Abb. 3: Ravenna Wasserski-Club, nahe Cervia, Italien. Gemeldet am 20. Juni.

banche online opzioni binarie Wenigstens einmal im Jahr wartet die Turiner Gegend in Piemont mit einem fantastischen Design auf. Das Jahr 2015 war keine Ausnahme. Am 23. Juni erschien eine bemerkenswert schöne und komplexe 16-teilige Blume, reichlich verziert mit den für die Region typischen kleinen Dreiecken, zifferblattartigen Segmenten und strahlengleichen Reihen aus winzigen Ringen und Kreisen (Abb. 4).

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ts investing video opzioni binarie Abb. 4: Aeroporto di Torino-Aeritalia. Turin, Piemont, Italien.

köp Viagra i sverige In den letzten Jahren sind immer mehr Kornkreise in Italien aufgetaucht und haben entsprechende Reaktionen der Skeptikergemeinde hervorgerufen. Die Diskussionen kochen hier immer noch so hoch, wie es im Vereinigten Königreich einst der Fall war – bevor die Kreise in der alltäglichen Gleichgültigkeit verschwanden.

Weitere Kornkreise in anderen Länder im Juni

http://vanclarke.com/?internacionaleit=autopzioni-binarie-it&c5e=c8 autopzioni binarie it Auch Deutschland erlebte einen aktiven Juni mit drei über das Land verteilten Formationen. Ein zwölfblättriges Blumenmuster tauchte am 8. des Monats bei Berlin auf, gefolgt von einem Piktogramm aus schlanken Ringen und Pfaden in Landau (Rheinland-Pfalz) am 15. Am 22. erschien dann ein komplexes achtfaches Mandala im brandenburgischen Großziethen.

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Die Kornkreise veranstalteten im Juni eine Art Welttournee mit einer Exklusivvorstellung pro Land. Russland betrat am 7. Juni die Bühne mit einem aus schmalen Kreisen und Pfaden bestehenden Piktogramm, das im Dorf Dondukovskoy (Republik Adygea) auftauchte. Frankreich zog im elsässischen Rauwiller am 11. mit einem detailreichen Motiv aus Kreisen und Mondsicheln nach. Spanien – nicht gerade als Brennpunkt des Geschehens bekannt – gesellte sich am 25. mit einer attraktiven Spiralformation in Estella (Region Navarra) hinzu. Auch Polen kam am Ende des Monats noch zum Zug – am 30. Juni in Strzelno in der Woiwodschaft Kujawsko-Po-morskie. Hier tauchte eines der akkuratesten Beispiele einer „Blume des Lebens“ der letzten Jahre auf, begleitet von einem einzelnen Kreis (Abb. 5).

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Abb. 5: Strzelno Kujawsko-Pomorskie, Polen. Gemeldet am 30. Juni.

Der Kornkreis-Sommer im Vereinigten Königreich

Bei all den weltweiten Glanzpunkten musste sich auch England nicht verstecken. Hier hielt eine Reihe auffälliger und attraktiver Designs das Geschehen am Laufen. Unter den zwölf Formationen, die allein im Juni auftauchten – allesamt mehr als passabel – waren einige herausragende Exemplare.

In Wiltshire fanden sich zwei offenbar verwandte Motive – aufwändig gearbeitete schmale Mondsicheln mit Pfeilen und abgeflachten Rauten, die am 15. bei Stofort und am 24. in der Nähe von Stonehenge gemeldet wurden. Ein weiteres beeindruckendes Element dieser Serie tauchte am 6. Juli bei Clearbury Ring in der Nähe von Nunton auf (Abb. 6). Eine akkurate, schlanke Spirale in Sherston am 9. Juni bestach im Gegensatz dazu durch ihre Schlichtheit. In Uffcott tauchte am 22. des Monats ein geniales, in der Herstellung sicher herausforderndes, nelkenähnliches Exemplar auf. Mit seinen unregelmäßig zusammengefügten Mondsicheln war es eines der cleversten Muster des Jahres, ungewöhnlich und dezent beeindruckend.

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Abb. 6: Clearbury Ring, nahe Nunton, Wiltshire, UK. Gemeldet um 6. Juli.

Nach langer unproduktiver Zeit erlebte die alte Kornkreishochburg der 1990er Jahre bei Merstham (Surrey) ein plötzliches Comeback: Den Sommer über erschienen drei faszinierende Formationen im Bereich des Autobahnkreuzes M25-M23, allerdings war keine davon direkt von der Straße oder von irgendeinem Punkt am Boden aus sichtbar. Die erste wurde am 16. Juni gemeldet – ein einfacher Ring, der ein rautenförmiges Element aus 16 kleinen Dreiecken enthielt.

Ein ehemaliger Ultraleichtflugzeugpilot, der zwei Jahrzehnte früher demselben Feld gestartet war, zeigte sich erstaunt, dass Maße und Proportionen des Designs (mit etwas über 4 Metern Seitenlänge) denen seines früheren Hängegleiters entsprachen. Hier setzte sich ein seltsames Motiv fort. Im Jahr 1993 erschienen zwei dreieckige Formationen in diesem Landstrich, die ziemlich stark an Hängegleiter erinnerten.

Der zweite Kandidat am 19. Juli war geschickt macht und erinnerte an eine Kugel in einem offenen Kubus. Er wurde am 29. Juli von einem dritten – noch ambitionierteren – Design übertrumpft, das ähnlich einer vielblättrigen Tudor-Rose gestaltet war, innerhalb zweier keltischer Kreuze aus schmalen Ringen (Abb. 12 s.u.).

Eine Grafschaft weiter tauchte in Horsham (West Sussex) am 22. Juni eine Formation auf, deren Skelettstruktur aus schlanken dreidimensionalen Rechtecken einen sechsstrahligen Stern bildete.

Der Juli brachte mehreren englischen Grafschaften einfallsreiche Formationen. Ein von kleinen Rechtecken umringtes Stern- und Sicheldesign am 10. bot sich geradezu als Logo für eine Automarke an (Abb. 7). Der Steinkreis von Rollright in Oxfordshire erhielt am 15. des Monats Begleitung durch ein Mandala. Es wirkte wie ein Pentakel, das eine Mondsichel umschließt.

Abb. 7: Winterbourne Stoke Down, nahe Stonehenge, Wiltshire, UK. Gemeldet um 10. Juli.

Ein damit verwandtes, aber komplexeres Arrangement in Haselor (Warwickshire) spannte den Faden am 19. fort (Abb. 9). Fairford in Gloucestershire lieferte uns am 21. Juli eines der geschicktesten Designs des Jahres mit einem klaren, sehr schön gearbeiteten Muster aus zwei scharf geschnittenen Kreisen innerhalb eines größeren, die einen angedeuteten weiteren Kreis überlagerten. Stroud Green in Essex wartete nach dem sehr geschäftigen Jahr 2014 dieses Mal mit nur einem Exemplar auf. Hier wurde, ebenfalls am 21. Juli, ein komplexes, allerdings leicht verwackeltes Mandala aus Quadraten und Mondsicheln mit drei „Henkeln“ am Rand gesichtet.

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Abb. 9: Hoo Mill, nahe Haselor, Warwickshire, UK. Gemeldet am 19. Juli.

Danach waren an aufeinanderfolgenden Tagen zwei eisenzeitliche Wallburgen Schauplätze bedeutender Formationen. Barbury Castle in Wiltshire brachte uns am 25. Juli ein ungewöhnliches Exemplar – einen sehr aufwändigen, aztekisch wirkenden „Raubvogel“ mit stilisierten Schwingen und Schwanz. Zwischen den akkurat gearbeiteten Linien deuteten leicht wackelige, wie handgemalt wirkende Pfade Federstrukturen an. Diskussionen kamen auf, ob es sich dabei um eine gewollte Stilistik handelte oder nur um hastige Nachlässigkeit in letzter Minute. Wie immer beeinflusst unsere individuelle Meinung über die Herkunft der Kornkreise auch, wie wir die Resultate bewerten.

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Abb. 10: Maiden Castle, nahe Dorchester, UK. Gemeldet am 26. Juli.

Die zweite Wallburg, das berühmte Maiden Castle in Dorset, hatte ihren großen Tag am 26. Juli mit einem anspruchsvollen Rad aus planetenähnlichen Kreisen und Ringen (Abb. 10). Umfasst war das Muster von einem Ring aus gekerbten Blöcken – vielleicht eine Art Datenspur, die es zu entschlüsseln gilt. Maiden Castle ist weniger bedeutend als Barbury, konnte aber in den letzten Jahrzehnten mit mehreren Kornkreisen in seiner Umgebung aufwarten.

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Abb. 11: Etchilhampton, nahe Devizes, Wiltshire, UK. Gemeldet am 19. August.

Sechs weitere Formationen zierten die Felder Englands im August. Besonders markant war ein fortschrittliches, radförmiges Design in Bowerchalke (Wiltshire) am 8., das wie gleichmäßig gesprungenes Glas aussah – sicher einer der bemerkenswertesten Kreise des Jahres (Abb. 12). Viel Beachtung fand auch ein weiteres vogelähnliches Emblem (diesmal ohne wackelige Linien) in der Nähe von Stratford-upon-Avon (Warwickshire, Abb. 1) sowie ein Mandala in Etchilhampton (Wiltshire) am 19., das wie aus Splittern zusammengefügt wirkte (Abb. 11). Letztgenanntes war umstritten, weil einige Teile der sechsstrahligen Sterne in seinem Inneren offenbar unvollendet waren – hier blieben zwei rechteckige Blöcke stehen.

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Abb. 12: Furzefield Shaw, nahe Merstham, Surrey, UK. Gemeldet am 29. Juli.

Weitere Kornkreise im Rest der Welt

Einige Länder lieferten sich im Juli und August regelrechte Wettbewerbe. Deutschland brachte fünf weitere Kandidaten, oft von zurückhaltender Größe und in floraler Ornamentik. Eine Ausnahme tauchte am 16. Juli im bayrischen Fürstenfeldbruck auf: Ein anspruchsvoll gearbeiteter achtstrahliger Stern aus verzahnten Linien erinnerte an Figuren des Grafikers M. C. Escher (Abb. 8). Aus Bayern kamen in den letzten Jahren mehrere bemerkenswerte Formationen.

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Abb. 8: Münchener Berg, Fürstenfeldbruck, Deutschland. Gemeldet am 16. Juli.

In der Tschechischen Republik tauchten im Juli drei Exemplare auf. Am beeindruckendsten war eine Art bauchig geformtes Meeresgeschöpf mit vielen Ringen, Kreisen und „Tentakeln“ in Klicnov in der Nähe vor Liberec am 12. des Monats:

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Russland, die Slowakei und Norwegen lieferten je ein Exemplar im Juli bzw. August. Unterdessen erschienen in Brasilien zwei weitere Kreise, und die Niederlande setzten ihre Designs aus der Reihe „Robbert van de Broeke“ fort.

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Schließt sich der (Korn)Kreis?

Im Laufe der Jahre haben die Kornkreise mal mehr, mal weniger im Rampenlicht der Mainstream-Medien gestanden. Das Phänomen hat Hoffnungen geweckt und Ängste ausgelöst, esoterische Spekulationen sind hochgekocht und wieder abgeebbt. Die Embleme tauchen nach wie vor auf – gleichmütig und scheinbar unbeeinflusst von den Erwartungen, die wir an sie hegen. Sie sind inzwischen einfach da.

Der harte Kern der Kornkreisforscher ist noch immer quicklebendig, auch wenn der Nachwuchs im Vergleich zu den glorreichen Tagen heute zahlenmäßig bescheidener ausfällt. In Wiltshire wird weiter gestritten, wer den Zugang zu den Kornkreisen kontrolliert. Offiziell handelt jetzt eine Gruppe exklusiv die Vereinbarungen mit den wenigen Bauern aus, die noch Besucher auf ihren Feldern tolerieren. Für manche Aktivisten ist das die perfekte Lösung, andere prangern es als eine Art cerealogische Hegemonie an.

Ferngesteuerte Fluggeräte werden jedes Jahr billiger und machen den erfahrenen Luftbildfotografen zunehmend das Revier streitig. Immer häufiger tauchen über den Feldern kleine, sirrende Objekte auf, die weder militärischen noch außerirdischen Ursprungs sind. Die Hobbyforscher an den Fernbedienungen kommen so wesentlich einfacher zu ihren Bildern.

Unvermeidlich entstehen dadurch Auseinandersetzungen mit Besuchern, die sich von der modernen Technik belästigt, ja terrorisiert fühlen. Diesen Sommer kam es so weit, dass ein Kornkreisforscher einen Stiefel nach einer heranfliegenden Drohne warf, deren Besitzer sich derart provoziert fühlte, dass die Sache in einer Schlägerei endete. Sagen wir einfach: Der Mensch bleibt (noch), wie er (im Moment noch) ist – egal wie schön die Dinge sind, die er erforscht, oder welch höheren Zwecken sie dienen.

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Abb. 13: Ox Drove, nahe Bowerchalke, Wiltshire, UK. Gemeldet am 8. August.

Welche Relevanz die Kornkreisforschung – die ganze „Croppie“-Kultur – heute in der breiten Öffentlichkeit hat, ist unklar. Offenbar haben sich die diversen Lager inzwischen damit abgefunden, dass ihre eigene Sicht auf das Phänomen den Interpretationen anderer Gruppen keineswegs überlegen ist. Menschen glauben, was sie glauben. Aber spielt das überhaupt eine Rolle? Selbst bei den Ansichten der Skeptiker hat sich der Kreis buchstäblich geschlossen.

Auf einer Veranstaltung in Preston (Lancashire) referierte dieses Jahr ein bis dato bekennender Kreismacher über seine Aktivitäten. Dabei ließ er unmissverständlich verlauten, nunmehr zu glauben, beim Erschaffen seiner Kunstwerke von „höheren Mächten“ gelenkt worden zu sein. Solche Berichte sind nicht neu, tauchen aber passend zu unserem allumfassenden Zeitgeist gerade jetzt wieder auf. Allerdings kann so ein Bekenntnis für Skeptiker auch nicht skurriler sein als der Gedanke, dass höhere Mächte die Kreise ohne menschliches Zutun gleich selbst anlegen. Anders gesagt: Selbst die härtesten „Entlarver“ ("Cropcircle Debunker") haben wohl endlich akzeptiert, was vielen aufgeschlossenen Forschern schon lange klar ist: Dass nämlich bei den Kornkreisen — zum Kuckuck — niemand eine Ahnung hat, was Sache ist.

Was auch immer hinter den Kreisen steckt, das Phänomen ist voller Grauzonen und zu komplex, um derzeit je vollständig verstanden zu werden. Glauben Sie, was Sie wollen – die Kreise sagen:

„Wir sind hier, und wir strahlen etwas aus. So oder so. Also besucht uns einfach, hängt unsere Fotos an eure Wände oder benutzt uns als Hintergrundbilder für eure Smartphones.“

Warum geben wir uns dem wundervollen Wahnsinn und der Gedankenfreiheit nicht einfach hin, die daraus resultieren, dass wir nicht alles wissen? In unserem modernen Leben arten schon zu viele Bereiche in zwanghaften und oft fehlgeleiteten Determinismus aus.

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Auch ein anderes Ereignis schloss dieses Jahr einen Zyklus ab: Zum 25. Mal fand im Juli 2015 das Symposium von Glastonbury statt, das auch objektiv betrachtet einen guten Ruf hat. Das Symposium begann als Ideenschmiede für Kornkreisforscher in einer Zeit, als sich die komplexen Formationen im Vereinigten Königreich geradezu explosionsartig vermehrten. Inzwischen ist es die älteste „alternative“ Konferenz des Landes, die alle Themengebiete einschließt.

Mit den Jahren musste das Symposium zwangsläufig erweitert werden, um die vielen Theorien und Denkweisen im Zusammenhang mit der Erforschung der Kornkreise abzudecken. Heute ist es ein breit angelegtes Forum, in dem alles Mögliche untersucht wird, von Mysterien und globalen Verschwörungen bis zu alternativer Medizin. Dazu kommen umweltpolitische, spirituelle und psychologische Diskussionen aller Art. All das begann aufgrund der simplen Existenz schöner Kreismuster in Kornfeldern – eine ernüchternde Lektion. Was die Kreise anregen, ist geistige Erweiterung – egal, wie sie zustande kommt.

25 Jahre später bleiben die Kornkreise Diskussionsstoff auf dem Symposium, und die Banner an den Wänden zelebrieren noch immer die Kunstform an sich. Die Kreise haben inzwischen ihren rechten Platz gefunden als nur eine Möglichkeit unter vielen, Dinge zu hinterfragen. Und doch provozieren und verblüffen sie weiterhin auf ihre einzigartige Weise. Mögen sie das noch lange tun….

Kornkreis Dokumentation:


Quellen und Weiterführendes:

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