“Mein UFO-Erlebnis auf Rügen” von Martin Wiesengrün: 15-jähriger DDR-Schüler wird auf außerirdischen Weltraumflug eingeladen

Der Fall des unter Pseudonym schreibenden “Martin Wiesengrün” (Klarname heute bekannt, nämlich Andreas Heinisch) kann als eine der spektakulärsten UFO-Nahbegegnungen Deutschlands bezeichnet werden.

In seinem Buch “Mein UFO-Erlebnis auf Rügen” beschreibt Wiesengrün, wie er damals als 15-Jähriger Teenager auf der DDR-Insel Rügen am 23. Juli 1957 von humanoid aussehenden, technologisch weit fortgeschrittenen außerirdischen Wesen auf einen 3-tägigen Weltraumflug in ihrem Raumschiff eingeladen wird. Neugierig nimmt er diese Einladung an und erfährt in dieser Zeit Bahnbrechendes über die Geschichte der Menschheit, des Planeten Erde, unseres Sonnensystems und den Einfluss anderer außerirdischer Zivilisationen darauf sowie einiges mehr wie die Antriebsart des Raumschiffes und Hintergrundinformationen zu dieser außerirdischen Rasse. Er zeichnet viele Skizzen seiner Erlebnisse und Eindrücke, etwa das Raumschiff, bestimmte Symbole sowie die Besatzungen.

Im Folgenden sollen einige Inhalte aus diesem Buch “Mein UFO-Erlebnis auf Rügen” wiedergegeben werden. Im Anschluss erfolgen außerdem Video-Beiträge dazu und weiterführende Links, etwa Interviews mit ihm. Erst nach der Wende traute Andreas Heinisch sich mit seinem Erlebnis an die Öffentlichkeit zu gehen, wählte dabei das genannte Pseudonym “Martin Wiesengrün” und griff auf damals angefertigte Notizen zurück. Untersuchende dieses UFO-Kontaktes räumen dem Autoren große Glaubwürdigkeit ein, da er auf hartnäckige Nachfragen stets spontan, widerspruchsfrei und detailreich antworten kann.

Kleine Anmerkung vorab: Ich habe das Buch (hier für 17 € bei Amazon bestellbar) bereits vor einigen Jahren gelesen und Anmerkungen sowie Hervorhebungen im Text vorgenommen, an denen ich mich nun orientiere. Sollten dadurch wichtige Stellen untergehen oder meine Erinnerungen an bestimmte Zusammenhänge nicht mehr völlig stimmig sein, so bitte ich, dies zu entschuldigen und nehme gerne Anregungen oder Korrekturen in den Kommentaren entgegen.

Vorgeschichte, Einladung und Abholung der Außerirdischen in ihrem Raumschiff

Zu Beginn schildert Wiesengrün ausführlich unter Verwendung einer markierten Karte die geografische Situation und Lage seines Wohnhauses im Städtchen Baldereck auf Rügen sowie die Orte, an denen er sich als Jugendlicher am liebsten aufhielt:Bereits  in den Wochen vor dem 23. Juli 1957, dem Tag seiner Abholung durch ein außerirdisches Raumschiff, bemerkte der 15-jährige Andreas Heinisch, wie er beim alleinigen Spielen in der abgeschiedenen Natur Rügens von runden, etwa 5 Meter Durchmesser besitzenden Schatten des öfteren eingekreist wurde. Daraufhin überkamen ihn “eigenartige Gefühle und schöne Träume” (S.11). Später sah er sogar “zwei riesige Scheiben […] in einer Höhe von 150 bis 200 Metern” über sich stehen, von denen mächtig pulsierendes Licht ausging (S.14). Offensichtlich beobachtete ihn die Crew schon seit einer Weile und gab sich mehr und mehr zu erkennen. Später wird man noch erfahren, warum gerade er ausgewählt wurde: Nämlich, weil sie einen möglichst reinen, menschlichen Junggeist an Board untersuchen wollten, der von den destruktiven Eindrücken wie -flüssen der Stadt durch das Leben auf dem Lande nicht allzu sehr beeinflusst worden ist. Als naturverliebter Jugendlicher schien er dafür ideal.

In der Nacht überkam ihn dann ein eigenartiger Traum, der sich im Nachhinein als Einladung und einfühlsame Annäherung durch die späteren Außerirdischen herausstellte. Auf Seite 17 schreibt er dazu:

“Mich besetzte ein merkwürdiger Traum. Am Anfang sah ich einen Wald mit verzerrten Bäumen, aus dem zwei in Nebel gehüllte Wesen herausschritten. Langsam verzog sich der Nebel, und die behelmten Wesen in ihren silberfunkelnden Anzügen standen vor hohen Laubbäumen. Sie gaben mir Handzeichen und nickten gleichzeitig mit den Köpfen. Ich begriff, ich solle doch zu ihnen kommen, es bestünde keine Gefahr für mich.

Das kleinere Wesen rief mich mit meinem Vornamen in meiner Sprache. Kaum verhallte seine Stimme, zog mich eine ungewöhnliche Kraft in seine unmittelbare Nähe. Es fragte mich, ob ich Mut hätte, mitzukommen. Es geschähe mir nichts Böses und ich müsse auch keine Angst haben. Sie wollten mir etwas zeigen, was noch kein Erdenmensch seit langem so gesehen habe.

Ich würde kommen, sagte ich ihnen, aber es ginge erst am 23. Juli. Damit gaben sie sich einverstanden, doch wünschten sie sich mein Erscheinen am frühen Morgen, gegen 4 Uhr. Allmählich verschwamm mein Traumbild, ein riesiges Feld mit den schönsten Blumen, die ich je sah, löste es ab.”

An besagtem Tag des 23. Juli 1957 betrat er gegen 3.40 Uhr den ausgemachten Abholort in der Nähe seines Lieblingsplatzes draußen in der Natur. Auf Seite 19ff schreibt er:

“Auf einmal vernahm ich durch das Gebüsch ein schwach rötliches Blinken.Mir stockte der Atem! […]. Überraschend erinnerte ich mich an mein Traumbild, wo zwei behelmte Wesen am Waldrand standen. Genauso traten diese großen behelmten Wesen jetzt in das Geviert ein und blieben vor dem Gebüsch stehen.

Im Verhältnis zu ihrer scheinbaren Größe von ungefähr 2,20 bis 2,30 Metern war ich nur ein Zwerg. Das kleinere Wesen machte einen Schritt nach vorn und nahm den Helm ab. Da kam kaffeebraune Haut zum Vorschein, und blondes langes Haar fiel auf seine Schulter. Es muß wohl gemerkt haben, welche prekäre Lage mich gefangenhielt, denn es schaute mir starr in die Augen. Allmählich entschwanden meine ängstlichen Gefühle. Meine äußerst strapazierten Nerven beruhigten sich zusehends, ich konnte mich wieder konzentrieren.

Erst jetzt sah ich die befremdlichen Wesen richtig! Beide hatten einen silberglänzenden, eng anliegenden Raumanzug an. Ihre Helme glänzten wie Chrom. Daran waren zwei farbige verstellbare Glasvisiere befestigt, die ein wenig herausschauten. Zwischen Schulter und Kopf befand sich ein elastischer doppelter Ring, auf dem der Helm befestigt wurde. Ab den Handgelenken bis oberhalb der Schulter, auch längs beider Arme, waren in geriffeltem Muster wenige Zentimeter dicke Schläuche angebracht. Sie endeten in einem mindestens 20 mal 60 Zentimeter großen Behälter auf dem Rücken. Vom Behälter wiederum führte ein kleinerer Schlauch unter die Achselhöhle, von dort längs der Hüfte bis zu den Wadenbeinen. In Brusthöhe befanden sich links und rechts entsprechend große Taschen, in denen mehrere handliche Instrumente ihren Platz fanden. Ab dem Kinn bis unter dem Gesäß, den Schultergelenken und den Oberbeinen, hielten Reißverschlüsse die einzelnen Teile zusammen. Auf der Höhe des rechten Oberschenkels befand sich eine Schlaufe. Darin steckte ein Gegenstand, der einer doppelrohrigen Insektenspritze ähnelte. Dieses Gerät hielt das große Wesen mit seiner linken Hand fest. Rechts, in Brusthöhe beider Wesen, leuchtete in aufdringlich gelber Farbe ein Emblem, auf dem zwölf Zeichen, wie Sternen gleich, in Form eines spiegelverkehrten „Z“ standen. Davon war das vorletzte Zeichen, nach unten gesehen, besonders hervorgehoben. Am Handgelenk haftete bei jedem ein zigarettenschachtelgroßes elektronisches Instrument.

Das kleinere Wesen hatte einen schlanken Körper, schlanke Hände mit vier schönen langen Fingern. Sein schmales Gesicht besaß große rötliche Augen mit dünnen Augenbrauen. Langes blondes Haar zog sein Gesicht in die Länge. Eine kleine Stupsnase, unter der sich wohlgeformte, aber ein wenig wulstige Lippen befanden, ließ mir dieses Geschöpf wie ein Märchenwesen erscheinen.

Dagegen kam das größere hellhäutigere Wesen mit seinem furchteinflößenden wuchtigen Körper einem Riesen gleich. Es hatte keine Hände, sondern Pranken, an denen fünf dicke, gleichlange Finger waren.

Sein rundliches Gesicht mit dunklen leuchtenden Schlitzaugen, starken Augenbrauen, einer großen Adlernase und normalen Lippen paßte nicht ganz zu seinem Körper. Dennoch, diese exorbitanten Wesen lächelten mir freundlich zu. Ihre Gesten wirkten auf mich sehr beruhigend, meine Ängste verschwanden. Ich glaube, dies war auch ihre Absicht, denn zwei bis drei Minuten standen wir uns so gegenüber.

Überraschend hielt mir das kleinere Wesen seinen rechten Arm entgegen, an dem irgendein elektronisches Gerät befestigt war. Ebenso tat es das größere Wesen, hielt dieses Gerät dann aber vor seinen Mund und sprach ein paar Worte hinein. Es hörte sich an, wie gesungenes asiatisch.

Manche Laute oder Wörter zogen sie durch ihre Nase und Kehle, dazwischen schnalzten sie mit ihrer Zunge. Nasentöne, Kehllaute, Zungenschnalzen sowie einige bellende Laute hörten sich sehr sonderbar an.

Nachdem es das Sprechen beendet hatte, wandte es sich mir zu, blieb aber an seinem Platz stehen. Während das kleinere Wesen mir ein paar Schritte entgegenkam, schaute es mir unentwegt in meine Augen. Mir gelang es nicht, in eine andere Richtung zu sehen! Aber seltsamerweise sagte mir mein Gefühl, ich müsse unbedingt in diese Augen sehen.

Ungefähr fünf Meter vor mir blieb das kleinere Wesen stehen. Sein Blick war noch auf mich gerichtet. Ich bemerkte, wie meine Seele ins Baumeln geriet. Zusehends beruhigte ich mich. Meine Angst verflog gänzlich! Alles um mich herum wurde wunderbar! Mein Geist war frei!

Nach ein paar regungslosen Sekunden sprach es mich in meiner Sprache an. Darüber war ich äußerst überrascht. Denn woher kannten diese Wesen unsere Sprache? Obwohl ich alles gut mitbekam, mußte ich mich dennoch an ihre eigenartige Sprachphonie gewöhnen. Ich glaube, sie nutzten diese Situation, um Vertrauen aufzubauen.

„Du bist also gekommen, Menschensohn!“ begann das kleinere Wesen.

„Ja!“ entgegnete ich.

„Ist es dir schwergefallen?“

„Nein!“

„Hast du Mut, willst du ein paar Stunden mit uns kommen?“ „Ja, aber ich möchte wieder hierher zurück!“

„Wir bringen dich wieder her, das versprechen wir. Ohne deine Zustimmung nehmen wir dich auch nicht mit. Also, Erdenjüngling, traust du dir das zu?“

„Ja, ich komme mit. Aber weshalb muß ich das sein …?!“

„Du wurdest ausgesucht. Wir wollen dir etwas zeigen, was ein Erdenmensch seit langem nicht gesehen hat.“

„Und was soll das sein …?“

„Wir zeigen dir deine zauberhafte Welt, das wunderbare unendliche Universum, unsere Technik und einen kleinen Einblick in deine Seele. Doch bevor wir gehen, nimm den Stein dort vor deinen Füßen an dich!“

Ich hob den faustgroßen Feldstein, wie sie hier überall herumlagen, vor meinen Füßen auf. Nachdenklich umklammerte ich diesen kalten Stein. Mir war nicht klar, was sie damit bezweckten. Das kleinere Wesen hatte wohl meine Gedanken gelesen, denn es zerstreute meine aufkommende Furcht.

„Wir wollen dir alles zeigen, was dein Geist erfassen kann!“ bekräftigte noch einmal das kleinere Wesen.

Mein Entschluß, mitgehen zu wollen, stimmte die Fremden sehr freudig. Ein Lächeln legte sich auf ihr Gesicht.

„Nun wollen wir aber gehen, Menschensohn!“ Graziös wies mir das kleinere Wesen mit seinen Armen und Händen den Weg. Es sah fast so aus, als vollführe es einen Schlangentanz.

Zaghaft ging ich auf das freundliche Wesen zu. Erst als ich neben dieser wunderbaren Gestalt stand, bemerkte ich, daß es eine Frau war. Gütig und sanft legte meine seltsame Fee sprachlos ihren langen Arm auf meine Schulter und lächelte mich an. So schritten wir zum größeren Wesen. Beide unterhielten sich noch ein wenig, wahrscheinlich über mich. Denn ab und zu sahen sie auf mich herab und nickten mit ihren Köpfen.

Zwischen ihnen stehend, musterte ich abermals ihre Größe. Winzig und unbeholfen kam ich mir dabei vor!

„Möchtest du wirklich mitkommen, bist du bereit?“ fragte es mich unverhofft noch einmal. „Es ist nicht lange, annähernd 72 Stunden nach Erdenzeit“, klärte es mich schnell noch auf.

Ich nickte nur.

„Also, gehen wir!“ Mein Feenwesen legte ihren Arm auf meine Schulter und schob mich sanft in Richtung Gebüsch, welches wir schnell durchschritten.

Sprachlosigkeit überwältigte mich! Ich stand vor ihrem monströsen Meisterwerk. Im Rausch des Staunens musterte ich diesen seltsamen Flugapparat. Einzigartig! Phantastisch! Genial!

Vor dieser bewundernswerten skurrilen Flugmaschine lief ich hin und her. Immer wieder brachte ich mein Erstaunen zum Ausdruck. Keines der Wesen hinderte mich bei der Befriedigung meiner Neugier, solange sie sich im Rahmen meiner Sicherheit ab spielte. Ihr Flugwunder betrachtete ich eingehend. Rechts oben und von vom gesehen blinkte ein in sich ständig farblich veränderbares rötliches Licht, links ein in sich veränderbares gelbliches und hinten ein in sich veränderbares grünliches Positionslicht.

Unterhalb des Flugapparates, an den Flächenenden rechts und links, befanden sich zwei kugelähnliche Körper, die in gleißendem weißen Licht leuchteten. Diese wollte ich mir gerade betrachten, da packte mich jäh meine Fee und riß mich zurück. Als sie das tat, stieß sie erschrocken einen eigenartigen pfeifenden Laut aus. Dies sollte wohl heißen: „Dorthin bitte nicht!“

Unterhalb, in der Mitte des Flugapparates, im Durchmesser von ungefähr sechs Metern, befand sich eine neonröhrenähnliche Signaleinrichtung, die sich fortlaufend in verschiedenen Farben veränderte. Innerhalb dieser Signaleinrichtung lugten unzählige kleine düsenartige Öffnungnen hervor, daraus strahlte ebenfalls gleißendweißes Licht.

Unten, an seinem hinteren Ende, waren etwa sechs Meter lange Signallampen angebracht. Sie strahlten gleichförmiges schwaches, weißgelbliches Licht ab. Im Abstand von fast zwanzig Metern, rechts, links und hinten, stützten drei Meter lange und ein Meter dicke Stoßdämpfer diesen kuriosen Flugapparat. Zur besseren Beweglichkeit besaßen diese Stützen gitterartige Räder, die scheinbar in sich beweglich waren. Rechtsseitig des Flugapparates, ziemlich weit vorn, befand sich die Einstiegsluke. Daraus ragte eine tiefschwarze Treppenleiter, die bis zum Erdboden reichte.

Ich schätzte die Spannweite dieser Flugmaschine auf etwa 50 bis 60 Meter. Dies konnte ich relativ genau ermitteln, denn 10 Stäbe vom Elektrozaun, im Abstand von ungefähr 5 Metern, staken noch in der Erde. Und eben davor stand der ungewöhnliche Flugapparat! Fast eine dreieckige Konstruktion mit stark abgerundeten Flügelenden, die sich weit nach hinten zogen.

Dadurch erschien dieser Flugkörper ungeheuer wendig und schnell. Seine Flügelenden, wenn man diese als solche bezeichne-te, hatten einen möglichen Durchmesser von zirka drei Metern, die sich in stark gewölbter Form mit der Kabine vereinigten. Hinzu kommt noch eine rätselhafte Vorrichtung in Form eines sehr feinen, tiefschwarzen Gitterrahmens, welcher ringsherum die Flugmaschine zierte.

An seiner Vorderfront befanden sich in der Mitte mehrere vier bis fünf Meter lange, übereinanderliegende, längliche Öffnungen aus dem gleichen Material wie der tiefschwarze Gitterrahmen.

Außergewöhnliche Konstruktionsmerkmale besaß die Kabinenwölbung. Sie paßte sich dynamisch der oberen Tragflächenwölbung des Fluggerätes an. Seine ovalen Bullaugen, die sich in der gleichen Farbe präsentierten wie die Außenhaut, hielten maximale Drücke und Temperaturschwankungen stand. Wollte man jene Bullaugen entdecken, mußte man schon genauer hinsehen. Jedoch von innen heraus garantierten sie eine hervorragende klare Sicht. Die gesamte Höhe ihres phantastischen Fluggerätes, vom Boden bis zur höchsten Aufwölbung der Kabine, schätzte ich auf etwa acht bis zehn Meter. Denn nur die Wipfel der alten Pappeln, wovor das mächtige Monstrum stand, ragten ein wenig darüber hinaus.

Nach kurzer Zeit stand ich wieder zwischen den sonderbaren Gestalten. Da legte der Riese seine große Pranke auf meine zierliche Schulter und zeigte mit seiner freien Hand mehrmals auf die Einstiegsleiter. Dabei murmelte er irgend etwas vor sich her. Augenblicklich verstand ich, was er damit ausdrücken wollte. Er bat mich nämlich, in ihr Gefährt einzusteigen.

Sprunghaft überfiel mich ein unbehagliches Gefühl. Scheinbar hatte es meine Fee sofort bemerkt. Sie sah mich freundlich an und nickte graziös mehrmals mit dem Kopf. Sie wiederholte noch einmal die Aufforderung des großen Wesens: „Geh“, sagte sie, „wir haben es dir versprochen!“

Ich wunderte mich, woher dieses Wesen wußte, was ich momentan empfand. Jedenfalls spürte ich, als zöge jemand meine ängstlichen Gefühle aus mir heraus. Weg waren sie, in Sekundenschnelle.

Eigenartigerweise machte sich in mir großer Mut breit. Forschen Schrittes lief ich die paar Meter zur Einstiegsluke. Mit Leichtigkeit stieg ich dort hinauf. Gerade wollte ich mich an einem Griff festhalten, streckte mir jemand seine schlanke, kaffeebraune Hand entgegen, packte mich und hob mich fast ins Innere. Wenige Sekunden erst stand ich auf dem Boden im wunderbaren Flugobjekt, da redete dieses Wesen mit hoher, fast singender Stimme auf mich ein und streichelte fortwährend meine Wangen. Wahrscheinlich begrüßte es mich in ihrer Art, jedoch verstand ich nichts.

Plötzlich vernahm ich ein leises, metallisches Klicken, und die Einsteigsluke war dicht verschlossen.

Ich befand mich in einem ungefähr 45 bis 50 Quadratmeter großen Raum, beleuchtet wie an einem schönen sonnigen späten Sommerabend. In seinem Halbkreis befand sich ein mit mikroelektronischen Meßgeräten vollgepacktes, hufeisenförmiges Schaltpult, wovor sechs drehbare hellbraune lederne Spezialsessel standen.

Ihr wunderbar eingearbeitetes Waffelmuster barg merkwürdige Zeichen. Neugierig fuhr ich mehrmals mit der Hand über solch einen bemusterten Sessel und merkte, daß es sich weder um Naturleder noch um Kunstleder handelte. Im Gegenteil, ich ertastete samtiges Material.

Tatsächlich aber verwandte man sehr strapazierfähiges äußerst dehnbares und stoßdämpfendes, sehr feines unterpolstertes Gewebe, aus irgendeinem mir unbekannten Material. Stellen, woran sich möglicherweise die Insassen hätten stoßen können, hatten diese Polsterungen nicht.

Auf der rechten Seite, in Flugrichtung gesehen, leuchtete im schwachen Hellblau ein mächtiger Bildschirm von ungefähr drei mal zwei Metern Größe. Eine Vielfalt von Hebeln, Knöpfen, unzähligen in verschiedenen Farben blinkenden Lämpchen und zusätzlichen kleinen Bildschirmen beherbergte dieses Schaltpult. Fast am hinteren Ende des Raumes befanden sich zwei halbrunde Türen, an denen je ein funktionsfähiges technisches Symbol oder Sinnbild seine Arbeit leistete, welches vor irgendeiner Gefahr warnte.

Ein solches Sinnbild befand sich unter einem fast dreißig Zentimeter großen, gewölbtverglasten Ring. Darunter berührten sich drei gleichschenklige Dreiecke mit ihren Spitzen und leuchteten wechselseitig in prächtigen rötlichen, grünlichen und bläulichen Farben. Die zweite Tür hatte den gleichen verglasten Ring, hinter dem ebenfalls ein funktionstüchtiges Sinnbild, in Form eines Rotors vom Elektromotor, sein brillantes Farbenspiel trieb. Ständig wechselten sich die Farben weißlich, grünlich, bläulich und gelblich ab.

Von meiner Neugier getrieben und auch, weil ich solch ein Farbenspiel noch nie gesehen hatte, ging ich auf diese Tür zu. Eiligst verstellte mir das Wesen, welches mich zuvor in die Luke zog, den Weg. Verlegen sah ich es an und nickte nur mit meinem Kopf. Ich verstand, daß es hätte für mich gefährlich werden können, wenn ich diesen Türen zu nahe gekommen wäre. Beschämend machte ich kehrt. Als ich mich umdrehte, betrachtete ich jetzt alle Wesen ohne Helm. Aufmerksam musterten sie mich, ich kam mir vor, wie ein Eindringling. Jetzt erst stellte sich heraus, ich stand drei Frauen und zwei Männern gegenüber. Hatte meine Fee eine stattliche Größe von zirka 2,20 m, so schätzte ich die anderen beiden Frauen auf etwa 1,90 und 2,00 m Körpergröße.

Die kleinere Frau war schlank. Sie besaß helle Hautfarbe und eine ovale Gesichtsform, welche wahrscheinlich durch stark hervorstehende Jochbeine verursacht wurde. Dazu gesellten sich Schlitzäugigkeit mit schrägen wuscheligen Augenbrauen und leuchtenden dunklen Augen. Durch gerade Nasenführung, unter der sich ein wohlgeformter Mund mit schmalen Lippen befand, sowie rötlichbraunschimmerndes, bis auf die Schulter fallendes Haar, erschien sie mir sehr verwegen.

Dagegen schimmerte die Haut ihrer größeren Mitstreiterin bläulich. Sie hatte jedoch ein rundlicheres, mongoloides Gesicht, schwarzes gekräuseltes Haar, eine breite Nase, ein wenig wulstige Lippen und auch fünf Finger an den Händen.

Ebenfalls großen Respekt flößte mir das nicht ganz so wuchtig gebaute, zirka einen Kopf kleinere männliche Wesen ein. Es war von heller Hautfarbe und von äußerst mitteleuropäischen Gesichtszügen geprägt. Bewegte es seine kräftigen Hände mit fünf gleichlangen Fingern, die sich an viel zu kurz gewachsenen Unterarmen befanden, sah es sehr lustig aus.

Obwohl fast alle Wesen sehr groß, ja Riesen waren, empfand ich in ihrer Nähe keine Angst mehr, denn ihre Ähnlichkeit mit uns Menschen wirkte auf mich sehr beruhigend. Daher wich allmählich meine versteckte Furcht vor ihnen!

Meine Fee, die Riesin, welche mich von Beginn an betreute, nahm mich bei der Hand und führte mich in einen zirka vier Quadratmeter großen Raum.

„Erst mußt du dich entkleiden“, sagte sie freundlich, „dann legst du deine Hand hier drauf!“

Sie zeigte auf ein Symbol, welches sich als ein auf die Spitze gestelltes Viereck mit unterbrochenen Wellenlinien entpuppte. Wie empfohlen, legte ich nach dem Entkleiden meine Hand auf dieses Symbol. Danach ging ein nach Moos riechender warmer weißer Nebel wenige Sekunden lang auf mich nieder.

Nur leises Summen in verschiedenen Tönen vernahm ich. Anweisungen für mich, die irgendwo aus der Wand kamen, unterbrachen die Stille.

Vorstellung ihrer Rasse “Arianer” aus dem Sternbild Aldebaran

Auf den Seiten 43ff wird ihm ihre Rasse der “Arianer” aus dem Sternbild Aldebaran genauer vorgestellt. Zudem werden ihm die an Board gezüchteten, teils fremdartig erscheinenden Kulturpflanzen präsentiert:

Sie, meine Fee, sprach frei im Raum. Ich bemerkte nicht, das dazu irgendein Gerät benutzt wurde. Nach erfolgter Kommunikation stellte sich der Bildschirm wieder auf das normale Bild ein. Obwohl das Zubringerschiff noch sehr hell leuchtete, erschienen seine bizarren Konturen immer klarer.

„Sieh, Menschensohn, jetzt erkennen wir schon seine Konturen. Noch kann man die gesamte Größe des Zubringers nicht genau erkennen, doch in einer Stunde ist es möglich. Insgesamt ist es 820 Meter lang und 500 Meter breit. Darauf leben und arbeiten 320 Wesen verschiedener Welten. Viele Tausend Tonnen wiegt das Zubringerschiff. Es ist in der Lage, annähernd 500fache Lichtgeschwindigkeit zu erreichen.“

Meine Fee machte ein kleine Redepause, weil sie sich auf ein anderes wichtiges Instrument konzentrierte. Währenddessen versuchte ich krampfhaft, den soeben gehörten technischen Kurzvortrag irgendwie in meinem Hirn unterzubringen.

Obwohl ich mich bemühte, konnte ich ihr nicht folgen. Ich ahnte nicht, auch hatte ich keine Vorstellung, wie groß tatsächlich alles war.

Als sie mich fragte, ob ich verstanden hätte, nickte ich nur brav.

„Wir haben noch ein wenig Zeit zum Plaudern. Dagolo heiße ich!“ stellte sie sich vor.

Dabei sprach sie das „Da“ so aus wie wir, wobei sie das „Go“ aus der Kehle drückte und das „Lo“ aus der Nase holte, als hätte sie starken Schnupfen. In der Tat, ich empfing merkwürdige Laute. Merkwürdig war ebenfalls, daß ich sie dennoch wunderbar verstehen konnte. Aber das Verwunderliche für mich war, ich empfand ihre komische Aussprache auch noch angenehm.

„Ich bin 1.230 Jahre alt, wenn ich nach Erdenzeit rechne, aber  61 Jahre alt, wenn ich nach unserer Raumzeit rechne. Ich komme vom Planeten Arian ans dem Sternbild Aldebaran. Der Planet Arian und die Erde sind 59 Lichtjahre voneinander entfernt. Arian ist der vierte Planet seiner Sonne und hat nicht so viel Wasser wie die Erde, doch ist unsere Arian der Erde sehr ähnlich. Es leben aber weniger meinesgleichen auf ihr als Menschen auf der Erde. Die Arianer können, nach Erdenzeit umgerechnet, bis zu 235 Jahre alt werden. Wir, die Arianer, sind entfernte Verwandte der Erdenmenschen und besuchen euren Planeten von Zeit zu Zeit. Ich bin Anthropologe, Psychologe, Biologe, Genetiker und Sprachwissenschaftler für intergalaktische Sprachen. Ich beschäftige mich besonders mit der Entwicklung männlicher Wesen unserer Galaxis. Wir verbleiben so, ich bin für dich Dagolo und du für mich Andreas. Bist du damit einverstanden?“

“Ja.“

Als ich ihren Namen aussprach, schmunzelte sie. Es kam ihr bestimmt auch ulkig vor.

Sie erklärte mir noch, daß der Kommandant ihres Flugobjektes ebenfalls vom Planeten Arian kommt, aber von dessen Nordseite, die bedeutend wärmer sei als ihre Südseite.

Wir müssen uns ziemlich lange unterhalten haben, denn das Zubringerschiff füllte jetzt fast den ganzen großen Bildschirm aus. Phantastisch war das für mich. Ich betrachtete ein gigantisches Flugobjekt.

Dazu erläuterte mir die Arianerin, es sei nur ein Zubringerschiff und hat 150 Kilometer von uns seine Parkbahn eingenommen. Also war es ein Zubringer zwischen dem eigentlichen Raumschiff, welches sich zwölf Lichtstunden entfernt in einer Parkbahn aufhielt, und anderen Flugobjekten, zum Beispiel in dem Flugapparat, in dem ich mich befand. Nicht nur unseretwegen käme das Zubringerschiff, erfuhr ich, es würde hier wichtige Aufgaben erfüllen und uns gleichzeitig zu Forschungsaufgaben übernehmen. Manchmal wäre auch Zeit für die Lösung von Sonderaufgaben, für die sie die alleinige Verantwortung trüge. Deshalb sei ich momentan ein bedeutendes Wesen für sie.

„Mein Gott“, dachte ich, „welche Größe wird dann das eigentliche Mutterschiff haben?“

Unfaßbar auch für den menschlichen Verstand. Von diesem Zeitpunkt an war mir bewußt, daß 800 Meter Länge für so ein Zubringerschiff eine gigantische Größe war. Unbegreiflich, daß so ein Ding sowohl fliegen als auch auf gewaltige Geschwindigkeiten beschleunigt werden kann.

wiesengrün ufo skizze rmutterschiff

Aussehen des Mutterschiffes

Konzentriert beobachtete ich den großen Bildschirm. Gespannt wartete ich, was jetzt passiert. Dagolo unterhielt sich gerade mit einem Computer, der den oder die Bildschirme steuerte. Als sie ihre Kommunikation beendete, veränderte sich das Bild im Monitor zusehends. Nach wenigen Sekunden eröffnete sich mir eine prächtige Großaufnahme vom Zubringerraumschiff.

Scheinbar hing es jetzt unbeweglich im All. Es füllte die Mitte des großen Bildschirmes aus. Darüber und darunter glitzerten bizarr unzählige helleuchtende Sterne. Dieser eigentümliche Flug, apparat hatte die Form eines Zylinders, der in seiner Mitte durch einen riesigen Quader unterbrochen war. Unversehens veränderte das Ding seine vertikale Lage.

„Siehst du, Andreas, jetzt dreht es sich in seine neue Position“, erklärte sie mir. „Nach einigen wenigen Sekunden ist das Zu-bringcrschiff bereit zur Personenaufnahme. Jetzt ein Schutzschild anzulegen, ist nicht möglich, weil es momentan seine Energie für das Wendemanöver benötigt. Trotzdem kann man eine gefährliche Situation ausschließen, denn Navigationscomputer errechnen den genauen Zeitpunkt des Manövers und erkennen sofort herannahende Gefahren.“

Wieder einmal bemühte ich mich, ihr geistig zu folgen. Mein Vorstellungsvermögen versagte kläglich. Doch Dagolo war sofort zur Stelle. Abermals kramte sie in meinem Hirn herum und brachte alles in Ordnung. Auf einmal empfand ich angenehme innere Ruhe.

Ich brauchte mich nicht mehr so anstrengen, alles zu verstehen. Ihre Erläuterungen betrachtete ich von nun an mit Gelassenheit.

„Im großen Quader dort“, fuhr sie fort, „befindet sich das Herz der Energieversorgung. Zwei Triebwerke, sowohl ein Fusionstriebwerk als auch ein Vakuumfusionstriebwerk. Sie sind besonders geschützt und bestehen deshalb aus speziellen Materialien. Werden diese Triebwerke gezündet, müssen sie erst einmal einige Wochen Warmlaufen, bevor sie für den Langzeitflug umgeschaltet werden. Hätten wir diese Langzeittriebwerke nicht, könnten wir auch keine langen Reisen absolvieren. Also müssen wir unserer Technik absolut vertrauen. Die Triebwerke vom Mutterschiff jedoch sind bedeutend größer, stärker und leistungsfähiger. Wir passen uns jetzt nur noch geringfügig der Geschwindigkeit des Zubringers an. Dann erst sind wir zur Übernahme bereit!“

Das Zubringerschiff hatte seine vertikale Drehung bereits beendet. Auf dem Bildschirm nahm es zwar noch die Mitte ein, aber es reichte nicht mehr bis an den Rand. Wiederholt veränderte sich das Bild auf dem großen Bildschirm. Allmählich verschwand der Zubringer, aber seine Kommandantin trat jetzt in den Vordergrund. Es begann eine lebhafte Unterhaltung zwischen der Kommandantin und Dagolo.

Ich war der Überzeugung, sie unterhielten sich erst über mich und dann über andere Dinge. Denn einige Male fiel mein Name, eben den konnte die Kommandantin nicht richtig aussprechen. Darüber grinste Dagolo nun wieder.

Erneut wandte sich mir Dagolo zu: „Nun, Andreas, jetzt können wir uns zur Übernahme fertig machen!“

Sie nahm mich bei der Hand. Gemeinsam gingen wir zu den Vorrichtungen, die ich bereits als supermoderne Duschkabine klassifizierte. Sie zog mir die gelbe Kappe aus meiner Hosentasche und setzte sie mir auf den Kopf. Dabei achtete sie darauf, daß alle Kleidung auch richtig anlag. Eh’ ich mich versah, stand ich in der mysteriösen Kabine. Mit einem klickenden Geräusch war sie geschlossen.

Ich bekam Anweisungen von Dagolo, wie ich mich verhalten müße, wenn ich auf das Zubringerschiff transferiert werde.

Augenblicklich fühlte ich ein merkwürdiges Kribbeln in meinen Gliedern. Kurz danach verschwamm alles vor meinen Augen. Momentan fühlte ich mich wie eine Feder, und Hundertstelsekunden später schwanden auch noch meine Sinne. Leichte Benommenheit lähmte kurzzeitig meine Gedanken. Schnell verflog dieses merkwürdige Gefühl.

Gerade begann ich mich zu sammeln, da öffnete Dagolo meine Kabine und führte mich in einen zirka vier mal vier Meter großen Raum. Sozusagen ein Quarantäneraum, denn dort verweilten wir einige Minuten. Kaum nahmen wir Platz, ergoß sich über uns ein moosartig-riechender Nebel. Genau solcher, den ich bereits beim Betreten des UFO’s verabreicht bekam. Also war das eine Schutzmaßnahme für alle Wesen, die irgendein Flugobjekt betraten. „Eine waschechte Desinfektionsmaßnahme“, dachte ich.

Noch in der Desinfektionsphase unterhielt sich Dagolo mit einem Wesen, und zum Schluß des Gespräches stieß sie bellende Laute aus. Das tat sie aber sehr selten.

„Ihr komisches Bellen wird doch nicht die Bestätigung einer Autorität oder einer Weisung sein“, dachte ich. Meine Gedanken fegten noch durchs Hirn, da strich mir Dagolo mehrmals gefühlvoll über die Schulter.

„So ist es, so ist es …!“ sagte sie nur.

Allmählich wurde mir klar, daß, wenn sie sich so verhielt, ich den richtigen Gedanken hatte. Immer wieder wunderte ich mich über ihre Fähigkeiten, in fremden Hirnen herumkramen zu können und sich dort einzuschalten. „Wie machte sie das nur, woher hatte sie diese Fähigkeiten?“

Nach Ende der Nebelaktion sprach Dagolo frei im Raum. Daraufhin öffnete sich lautlos eine Tür. Gemeinsam betraten wir einen kleinen Gang, beleuchtet mit einem schwachen rötlichen Licht. Er machte einen Bogen und endete an einem Personentransportband. Kurz bevor wir an dieser Stelle ankamen, schaute ich mich noch einmal um. Ich bemerkte, wie sich an dem Knick, den wir passierten, eine Schleuse, die scheinbar aus glasartigem Material gearbeitet war, sich hinter uns lautlos verriegelte.

Der Durchgang zum Personentransportband und alles, was ich danach zu sehen bekam, wurde aus Materialien gefertigt, die es auf der Erde scheinbar noch nicht gab. Spiegelglatte Fußböden, auf denen keiner ausrutschen konnte, Gänge und Räume kunstvoll ausgestaltet. Alles so wunderbar! Ich glaubte, ich befände mich in einer Kunstgalerie.

Blitzartig erhaschte Dagolo meinen Gedanken. Sie bemerkte, daß ich angenehm überrascht war. Sie streichelte mir über meinen Haarschopf und legte ihren Arm auf meine Schulter. So gingen wir von einem Gang zum anderen und fuhren zweimal mit einem Personenaufzug. Danach legten wir noch wenige Meter zurück, durchquerten einen schmalen Durchgang, der in einem gewölbten Raum mit mehreren verglasten Türen endete.

Vor eine der verglasten Türen machten wir halt. Je nachdem, welchen Blickwinkel ich hatte, schimmerten mir in zart Rosa, bläulich und grünlich wunderschöne Blumenornamente entgegen. In der Mitte ein Maiskolben mit mindestens zwei Zentimeter großen Körnern. Ein solcher Maiskolben ist uns auf der Erde bekannt.

Ich freute mich über meine Entdeckung. Neugierig strich ich mit meinen Fingern darüber hinweg. Dagolo sah mich verschmitzt an, graziös nickte sie mit ihrem Kopf.

„Du kannst gut beobachten“, meinte sie anschließend. „Ein Maiskolben ist das schon, nur stammt euer Mais von diesem hier ab und ist viel kleiner!“

Während sie mir das sagte, griff sie in ihre Brusttasche und zog einen flachen, dreieckigen, glänzenden Gegenstand heraus, den sie in einen angebrachten Schlitz neben der Tür einführte. Augenblicklich öffnete sich diese Tür. Wir traten in einen großen Raum ein. Dort passierte mit mir etwas sehr Merkwürdiges. Aus heiterem Himmel wirbelten meine Emotionen durcheinander. Ich bekam große Lust, fröhlich zu sein. Wie immer entging dies Dagolo nicht. Jedoch griff sie in diesem Fall nicht ein.

Ein auf die Spitze gestellter, hochglänzender Quader, von mindestens 1,80 bis 2,00 Metern, zog mich magisch an. Vorsichtig tastete ich diesen merkwürdigen Gegenstand über seine glatten Flächen ab. Anschließend legte ich meine Hand darauf. Prickelnde Wärme durchströmte mich. Unerwartet erhielt ich den Eindruck, ich stehe auf einem ziemlich hohen Berg und betrachte den Saal von oben. Gespannt ging ich um den Quader und berührte die entgegengesetzte Seite. Nun bekam ich den Eindruck suggeriert, ich befände mich in einem weiten Tal.

Jäh riß mich Dagolo aus meinem Tun. „Komm“, rief sie mir zu, „wir wollen Essen gehen!“

Wir durchquerten den Raum, vorbei an kunstvoll gestalteten Säulen, zwischen denen viele wunderbare Grünpflanzen sowie kleine Bäume in einer sattgrünleuchtenden Farbe geschmackvoll angepflanzt waren. Farbenprächtige Blumengewächse, die von Tausenden von Insekten bevölkert wurden, lockerten den gesamten Raum auf.

An zwei befremdenden Gewächsen, für das menschliche Auge ungewöhnlich, erinnere ich mich besonders: Einen ungefähr drei Meter hohen Baum mit einem braunen tannenzapfenähnlichen Stamm, aus dessen Ende mehrere dünne schlauchartige grüne Blätter hervorragten, an denen wiederum unzählige feuerrote behaarte etwa faustgroße Bällchen hingen.

Dagolo klopfte mit ihrer Hand derb an den Stamm. Augenblicklich ließ das seltsame Gewächs seine Äste auf den Boden herunterfallen, als seien diese beschädigt worden.

Beim Aufstoß seiner feuerroten Bällchen erzeugten sie einen starken dillartigen Geruch,

Nach wenigen Sekunden richteten sich die giftgrünen Stiele wieder auf, und schnell verschrumpelten die feuerroten Früchte und fielen herunter. Nach und nach breitete sich rötlicher Pollenstaub auf den Boden aus. Mit einem Schlag schwirrten unzählige farbenprächtige Insekten herbei, die sich gleich über die zusätzliche Nahrung hermachten.

Ein anderes faszinierendes Prachtgewächs besaß die Gestalt eines Riesenkürbisses, auf den mindestens eine 1,50 Meter große weiße Blüte ihre Schönheit zeigte. Zartrosa ragte ihr Blütenstempel einige Zentimeter hervor. Diesmal erzeugte Dagolo mit ihrer Hand ein wenig Wind, und schon schoß feiner rosaleuchtender Blütenstaub in die Höhe, der allmählich herabsank. Nachdem sich der Staub unregelmäßig um die Pflanze verteilt hatte, entstand ein klebriger, beißendriechender Film, durch den die verschiedenartigsten Insekten angelockt wurden.

Zwei riesige grünlichdurchsichtige Schmetterlinge ließen sich auf den Stempel nieder. Überraschend sackte der Stempel mit den beiden Faltern in den Kelch, der sich blitzschnell schloß.

„Siehst du, Andreas, diese Insekten dienen uns als Alarmanlage. Ändern sie ihr Verhalten, müssen wir sofort Gegenmaßnahmen einleiten!“

Hinter der letzten Säule bogen wir nach links ab und betraten einen rundgestalteten Raum, von ungefähr 80 bis 100 Quadratmetern Größe. In seiner Mitte stand ein schwarzer, wuchtiger Tisch in Dreiecksform mit vier Sesseln. Reichlich hatte man den Tisch mit vegetarischer Kost gedeckt, vorwiegend mit mir unbekanntem Obst und Gemüse. Aber darunter befanden sich auch Kartoffeln, Bohnen, Mais, Melonen und Mohrrüben.

Geschirr und Besteck bestanden aus irgendeiner hochglänzenden Metall-Legierung. Seine Form unterschied sich nur unwesentlich von dem Geschirr, welches wir Menschen auf unserer Erde benutzen. Gerade hatten wir am reichlich gedeckten Tisch Platz genommen, erschienen auch schon zwei geladene Gäste.

Eine Frau, etwa 1,70 Meter groß, und ein Mann mit einer Körpergröße von ungefähr 1,50 Metern. Ein wenig gelblich erschien mir die Hautfarbe der Frau. Gewelltes Haar fiel bis auf ihre Schulter. Sie besaß sehr ausgeprägte Jochpeine, wulstige Lippen, spitzes Kinn und eine kleine Knollennase, in der sich unterhalb nur eine ovale Öffnung befand. Dunkle, glänzende Schlitzaugen mit schmalen Augenbrauen prägten ihr Gesicht. Beim Laufen bewegte sie ihre Hüften graziös hin und her, wie bei einem Mannequin. Sie war ein schönes Wesen!

Auch wenn der Mann, der mit dem schönen Wesen eintrat, sehr klein war, machte er einen energischen Eindruck auf mich. Seine Hautfarbe dagegen erschien mir ein wenig hellgrau. Wenngleich er kein einziges Haar besaß, hatte er sehr ausgeprägte europäische Gesichtszüge.

Beide Wesen trugen eine enganliegende bräunliche Bekleidung, die ab der Taille etwas dunkler wurde. Entlang ihrer Hosenbeine, rechts und links, unterbrach ungefähr ein fünf Zentimeter breiter eingearbeiteter gelber Streifen die Farbgebung. Auch an ihrer Bekleidung befand sich das Z-förmige Emblem. Doch die Hervorhebung ihres Sternes lag noch drei Sterne über Dagolos.

Äußerst freundlich wies meine Fee ihren Gästen einen Platz zu. Kurz darauf unterhielten sie sich sehr lebhaft; dabei war ich nur phonetischer Zuhörer. Dennoch, ich amüsierte mich köstlich.

So wie ihr flottes Gespräch anfing, endete es auch. Jedes Wesen begann gemächlich zu speisen, ohne dabei ein einziges Wort zu sprechen. Zum Speisen ließen sie sich sehr viel Zeit. Ich stufte dies als ausgiebiges Eßgelage ein. Jedenfalls aß ich von unbekannten Früchten, Gemüsesorten, Fisch und Getränken.

Nachdem ich satt war, legte ich mein Besteck beiseite und lehnte mich gemütlich zurück. Verwundert sahen mich alle an. Ohne Worte reichte mir der kleine Mann ein gerolltes, glänzendes, giftgrünes, handgroßes Blatt und sah mich dabei verschmitzt an.

Als ich es entgegennahm, blickte ich zu Dagolo. Schmunzelnd nickte sie mir zu. Ich wollte natürlich höflich sein und niemanden wegen seiner Freundlichkeit enttäuschen. Aus diesem Grunde steckte ich das Blatt in den Mund und kaute es langsam durch. Sehr bald merkte ich, was es damit auf sich hatte. Seine geballte Schärfe, ähnlich dem des Meerrettichs, entlud sich so sehr in meinem Mund, daß es mir die Tränen in die Augen trieb. Schnell ergriff ich ein Glas mit rötlichem Saft und trank es hastig leer.

Erdgeschichte und Menschheitsgeschichte

Ab Seite 62ff folgen sehr interessante Ausführungen zur Geschichtes unseres Planeten sowie zur Urgeschichte der ersten Menschen:

Daraufhin erklärte mir jetzt der Computer, also eine Maschine, daß auf diesem Medium Informationen der letzten 70 Millionen Jahre der Erde gespeichert seien und ich deshalb nur kurze Ausschnitte betrachten könne. Auf der eigenartigen Mattscheibe baute sich allmählich die Struktur unseres Sonnensystems auf. Als erstes erschien die Mutter unseres Lebens, unsere Sonne, die die Fremden Araula nennen, in Stechendgelber Farbe. Anschließend tauchten nacheinander die einzelnen dazugehörigen Planeten auf. Unsere Erde enthüllte sich als 3. Planet, Mars als 4. sowie Chetene als 5. Planet. Diese kennzeichnete man als Lebensplaneten mit besonderer leuchtender, stahlblauer und bräunlichgetupfter Farb-gebung.

Prachtvoll!

In den schönsten Farben stand unser Sonnensystem einige Sekunden auf dem Bildschirm; da gab der kleine graue Mann dem Computer Anweisungen, die gegenwärtige Situation darzustellen.

Die Konstellation der drei Lebensplaneten veränderte sich zusehends. Unsere Erde wurde durch die Explosion von Chetene einige Kilometer weiter nach außen geschoben. Seit dieser Katastrophe besitzt sie die gegenwärtige Umlaufbahn. Jetzt wurde sie aber auch mit weißen Kappen an ihren Polen dargestellt. Der Mars, nun in bräunlicher Farbe aufgezeichnet, durchzog ebenfalls seine Umlaufbahn in geringfügiger Änderung, wobei Chetene nur noch als unbrauchbarer Asteroidengürtel seine Bahn um die Sonne zog.

Wiederholt bekam der Computer Anweisungen, er sollte 70 Millionen Jahre zurückdatieren. Überraschend kam unsere Erde auf dem Bildschirm immer näher, bis sie ihn vollständig ausfüllte. Nun betrachtete ich unsere Erde, wie es auf ihr vor etwa 70 Millionen Jahre ausgesehen hatte. Ich besichtigte Pflanzen und Tiere, die zu jener Zeit wohl existiert haben. Eine längst vergangene Urzeitfauna und -flora, eine prächtige geheimnisvolle Welt.

Fast genauso dargestellt wie in meinem Buch „Weltall – Erde – Mensch“, nur viel lebendiger. Es erschienen riesige und auch kleinere Saurier in den unterschiedlichsten Farben und anderes zu dieser Zeit lebende Getier. Eine vielfarbige bunte Pracht von gigantischen Bäumen, sowie andere seltsame Früchte tragende Pflanzen.

Dort suchten kleine dunkle und hominide hellbraune Wesen in den Wäldern und Sümpfen nach Nahrung. Es existierten zwei verschiedene Rassen; eine lebte in den Wäldern und Steppen, und eine lebte am Rande von Sümpfen und Buschregionen.

Die Waldrasse hatte eine hellbraune Hautfarbe, sie bot ihnen Schutz vor Hitze. Sie ernährten sich hauptsächlich von den in Hülle und Fülle vorhandenen eßbaren Früchten und Gräsern. Manchmal verzehrten sie Fleisch von einem kleinen, pflanzenfressenden blauköpfigen, eidechsenähnlichen Tier, welches nur am Rande der Wälder lebte und sich nicht allzu schwer fangen ließ. Dagegen war die Jagd nach einem Vogelsaurier für die kleinen Menschenwesen äußerst gefährlich. Solche Tiere konnten bis zu drei Meter groß werden, aber auch ziemlich schnell und ausdauernd rennen. Diese farbenprächtigen Tiere mit einem gelblichen Hakenschnabel, rötlichen Kopf, bräunlichen Gefieder sowie gelblichen Krallenfüßen lebten am Rande der Wälder, in der Nähe der Sumpfregionen. Das Fleisch war sehr nahrhaft, es konnte längere Zeit aufbewahrt werden. Hatten die kleinen Hominiden solch ein Tier erlegt, war ihrer Sippe für einige Tage die Nahrung gesichert. Solch große Tiere jagten sie ausschließlich in Gemeinschaft. Machmal tauschten sie auch ihr Fleisch gegen erbeuteten Fisch der Sumpfrasse, um ihre Nahrung abwechslungsreicher zu gestalten.

Wegen ihrer Anfälligkeit an Krankheiten, die manchmal große Lücken in ihre Sippen riß, waren sie nicht in der Lage, ihre Gemeinschaft erheblich zu vergrößern.

Gegenüber der Waldrasse jagte die Sumpfrasse vorwiegend im Gewässer. Deshalb wuchsen zwischen ihren Zehen und Fingern kleine Schwimmhäute. Durch etwas größere Gestalt ihrer Hände und Füße unterschieden sie sich erheblich von der Waldrasse. Ihr stabiler Knochenbau verhalf ihnen zu relativ großen Kräften, welche sie in Sekundenschnelle entfalten konnten. Hunger kannten sie nicht, weil sie gewandte und erfolgreiche Jäger waren. Aber durch mangelnde Fruchtbarkeit zu verschiedenen Zeiten konnte auch ihre Sippe nicht sehr groß werden: Jedoch von Krankheiten blieben sie weitestgehend verschont.

Hin und wieder tauschten die beiden hominiden Rassen untereinander Früchte, Fisch und Fleisch gegen Werkzeuge und Behältnisse aus Holz, Knochen, Stein und Ton ein. Weil sie sich dadurch näherkamen, nahm sich manchmal ein Sumpfmann eine Waldfrau, aber niemals umgekehrt. Jedoch entstanden aus diesen Verbindungen keine Nachkommen. Beide Rassen kannten das Feuer. Sie benutzten es in ihren Hütten zum Kochen und zum Wärmen. Sie bauten sich große Gemeinschaftshütten, in denen eine ganze Sippe leben konnte. Jene Hütten bestanden aus Gräsern, Lehm und Geäst und waren sehr stabil. Diese Bauwerke unterschieden sich nur durch ihre Form.

Die Waldrasse benutzte ausschließlich ovale Formen, und die Sumpfrasse bevorzugte überwiegend quadratische Bauten, die miteinander verbunden wurden.

Beide Rassen gebrauchten zur Jagd Waffen aus hartem Holz, Knochen und Stein. Aus dem gleichen Material stellten sie sich Werkzeuge für den täglichen Gebrauch her. Am geschicktesten bei der Jagd verhielt sich die Sumpfrasse, weil sie vorwiegend im und auf dem Wasser jagte und deshalb größeren Gefahren ausgesetzt war als ihre Verwandten.

Mit geschickt zusammengebauten Flößen, die bis zu acht Wesen, einschließlich ihrer Beute, tragen konnten, bejagte sie zusätzlich ihnen gutbekannte Sumpfregionen.

Nach diesem Wort änderte der Bildschirm blitzschnell sein Bild. Jetzt betrachtete ich hochmoderne Fördertechnik, die die Erde aufbrach und sehr begehrte Rohstoffe zutage förderte. In unmittelbarer Nähe der sich in die Erde fressenden mächtigen Maschinerie standen monumentale Bauten, in denen die geförderten Erze aufbereitet wurden. Unweit der gigantischen Schürfstätten befand sich ein riesiger Flugplatz, auf dem pausenlos Transportraumschiffe ihre Fracht in den Orbit transportierten, wo eine mächtige Raumfabrik das dringend benötigte Erz zur Weiterverarbeitung übernahm. Rings um die Schürfstätten standen pulsierende Städte, in denen verschiedene hominide Rassen lebten. Die größte Stadt beherbergte annähernd hunderttausend Wesen. 400 Erdenjahre lang lebten und arbeiteten alle Menschenrassen friedlich zusammen. Insgesamt existierten 35 Städte mit über eine Million Wesen, erklärte mir der Computer.

Mit einem Mal kommentierte der kleine Mann diese Vorgänge weiter: „Hier förderte man viele Millionen Tonnen Erze, die für den Bau von Raumstationen benötigt wurden. Es war ein besonderes Erz, fast schon eine Legierung, eine Mischung aus Aluminium, Mangan, Eisen, Kupfer und Silber zu hohen prozentualen Anteilen sowie Gold, Zinn, Nickel und anderer Elemente zu geringeren Teilen. Hervorragendes Material zum Bau einer Außenhaut von Raumschiffen. Solche Erze kamen nur auf der Erde vor und nur an diesem Schürfort.

Weil man in Zukunft viele Tausende Arbeiter für einfache Arbeiten benötigte, sie aber nicht in absehbarer Zeit zur Verfügung hatte, wurde nach anderen Alternativen gesucht. Irgendwann entdeckte man die zwei hominiden Rassen der Erde: Man wollte sie für die eigenen Zwecke einsetzen. Zuvor forschte man nach ihrer Einsatzfahigkeit und Ausdauer. Leider konnten so, wie sie beschaffen waren, nicht eingesetzt werden. Doch es kam die Idee auf, ihr genetisches Material zu nutzen, um geeignete Helfer in entsprechender Zahl entstehen zu lassen.

Erst nutzte man die Gene der Waldrasse. Bei der Verbindung der eigenen Gene mit den Genen der Waldrasse konnte kein wesentlicher Erfolg erzielt werden. Dann versuchte man es mit den Genen der Sumpfrasse; dieses Ergebnis befriedigte auch nicht. Als man die beiden Erdrassen miteinander kreuzte und danach Gene anderer hominider Rassen einbrachte, war das Ergebnis ebenfalls nicht gerade spektakulär.

Die behaarten Pallianer, die weder Mann noch Frau waren, hatten sich aus ethischen Gründen hartnäckig erfolgreich geweigert, ihre Gene zur Verfügung zu stellen. Doch eines Tages waren auch sie dazu bereit. So entstand eine leistungsfähige, intelligente, gesunde neue Rasse auf der Erde. Groß war die Zahl der gezüchteten Kreaturen. Als aber die Ausbeute der Rohstoffe nicht mehr lohnenswert schien, verließ man die Erde und überließ die Kreaturen sich selbst.

Solcherlei neue Wesen vermehrten sich schnell. Im Laufe von einigen hunderttausend Jahren starb durch sie die Wald- und Sumpfrasse aus. Nach zirka vier Millionen Jahren mutierte die gezüchtete Rasse. Unerwartet kamen die meisten Nachkommen stark behaart und mit fliehender Stirn auf die Welt. Ihren Eltern sahen sie nicht mehr sehr ähnlich. Krankheiten gegenüber hatten die neuen Wesen wenig entgegenzusetzen, dadurch befand sich fast die gesamte Rasse vor dem Aussterben. Die wenigen verbliebenen zogen sich in die fruchtbaren Wälder zurück und machten diese zu ihrer neuen Heimat.

Es dauerte abermals viele hunderttausend Jahre, bis sie die Erde in genügender Zahl an verschiedenen Orten wieder besiedelten.“

Überraschend beendete der kleine graue Mann den Vortrag. Augenblicklich trat Stille ein. Momentan schauten alle Wesen auf mich. Scheinbar wollten sie meine Gefühle nach diesem Vortrag überprüfen.

[…]

Die schöne Dame vom Planeten Gne führte nun gemeinsam mit dem Computer meine Unterweisung fort. Doch der kleine Mann, Dagolo und der Behaarte beobachteten mich jetzt ganz genau. Ihnen entging keine meiner emotionalen Reaktionen. Einen kurzen Augenblick nur spürte ich, wie sich Dagolo wieder einmal meinem Denkapparat widmete.

„Ungefähr zehntausend Jahre lebten die mutierten neuen Wesen auf der Erde, von Naturereignissen unbehelligt“, begann der Computer mit dem neuen Vortrag. „Ich zeige dir jetzt eine Karte, in der man drei Regionen bräunlich kennzeichnete: Es handelte sich hierbei um Gebiete, wo diese Wesen einst lebten.“

Allmählich baute sich eine Landkarte auf, auf der man riesige Gebiete überschauen konnte. Im Hintergrund zogen Landschaften längst vergangener Zeiten vorüber. Zwischen Afrika und Europa gab es noch eine feste Landverbindung, deren Ränder ausgedehnte Sumpfgebiete säumte, die bis weit ins Meer hineinreichten.

„Selbst Grönland, zu dieser Zeit noch ohne Eis und Schnee, lag vor ungefähr zehn Millionen Jahren im Verbund mit einer langen grünen Inselkette an Nordeuropa. Eine Region auf dieser Darstellung, bräunlich gekennzeichnet, befand sich auch auf dem australischen Kontinent, und zwei Regionen lagen in Zentralafrika, in einer fruchtbaren, seenreichen und bewaldeten Tiefebene. Derlei drei Populationen hatten einen Bestand von ungefähr einer Million Wesen. Wegen der großen Hitze, die bis auf 50 Grad Celsius ansteigen konnte, schützte sie eine äußerst dunkle Hautfarbe. Solche bemitleidenswerten kleinen Geschöpfe durchstreiften nahrungssuchend ihre angestammten Jagdgebiete. Ihr aufrechter Gang und ihre Anatomie hatten große Ähnlichkeit mit dem heutigen Menschen auf der Erde, ihr Gesicht dagegen besaß nur menschenähnliche Züge.“

Mit einem Mal trat Ruhe ein, scheinbar hatte der Computer seinen Auftrag erfüllt. Einige Sekunden lang zogen noch wunderschöne Hintergrundlandschaften vorüber, dann verblaßte der Bildschirm.

Im Handumdrehen erschien unsere Erde, die allmählich zu schrumpfen begann und irgendwo im riesigen, helleuchtenden Sternenteppich ihren Platz einnahm. Hier und da durchkreuzten verirrte Wandergesellen mit goldenen Schweifen den Kosmos und verschwanden wieder in der unendlichen dunklen Tiefe des Universums, auf alle Ewigkeit.

Ein phantastisches Szenario der Unendlichkeit. Währenddessen ich mir wenige Augenblicke die seltsame Welt der Ewigkeit aufmerksam betrachtete, reichte mir der Behaarte ein Glas angenehm kühles, wohlschmeckendes Wasser, das ich in einem Zug austrank.

„Unter den Abermillionen leuchtender Sternen traten nach und nach drei grelleuchtende Körper, die einem riesigen Schweif hinter sich herzogen, hervor. Hier betrachtete ich gerade drei mächtige Planetoiden, die auf die Erde mit ungeheurer Geschwindigkeit zurasten. Zu diesem Zeitpunkt jedoch befanden sich zwei pallianische Forschungsschiffe im Orbit der Erde. Ihre Computersysteme erkannten sofort, welch große Gefahr der Erde bevorstand. Umsichtig leitete das Forschungsteam Maßnahmen zur Abwehr der möglichen Gefahr ein.

Den kleineren Planetoiden löste eine Spezialrakete in eine Staubwolke auf, den mittelgroßen konnte man in eine andere Bahn lenken. Mit dem größten und entferntesten Planetoiden, von möglicherweise drei bis vier Millionen Tonnen Gewicht, gab es einige Schwierigkeiten. Den Pallianern war bewußt, daß, wenn es ihnen nicht gelänge, diesen Koloß wenigstens in eine andere Bahn zu lenken, dies sämtliches Leben auf der Erde auslöschen könnte.

Eiligst schickten die Pallianer auch diesem Monstrum zwei Spezialraketen entgegen, die ihn in drei ungleichmäßige Stücke zerschmetterten. Sie konnten aber nicht verhindern, daß ein großes Stück, von annähernd einhunderttausend Tonnen Gewicht, die Erdatmosphäre durchdrang. Sein geballtes Gewicht bohrte sich mit unvorstellbarer Geschwindigkeit tief in die Erdkruste, schleuderte Tausende Tonnen Erde Hunderte von Kilometern hoch in die Atmosphäre und hinterließ einen riesigen Krater von ungewöhnlicher Tiefe und Größe. Es war der Auslöser mächtiger, nicht enden wollender, zerstörerischer Katastrophen.

Vulkane brüllten, die Erde riß auf und überall ergoß sich glühendheiße Lava. Monatelang fegten heulend Orkane über Land und Ozeane; sie erzeugten 60 bis 70 Meter hohe Flutwellen, die gewaltige Landmassen mit sich rissen; nicht enden wollender sintflutartiger Regen tat sein übriges. Was in Millionen Jahren entstand, vernichtete die Katastrophe in nur wenigen Monaten. Ein Bild des Grauens!

Als die Katastrophe vorüber war, machten sich die Pallianer über die Menschenwesen große Sorgen. Sie sandten Wissenschaftler auf die Erde, um nachzuforschen, ob die hominiden Geschöpfe die Katastrophe überstanden hatten. Ihre Hoffnungen erfüllten sich, kein einziges Menschenwesen nahm Schaden.

Im Auftrag der Menschengemeinschaft besuchten die Pallianer und Arianer nach eintausend Erdenjahren abermals die Erde. Mit Entsetzen stellten sie fest, daß eine intelligente, nicht hominide Rasse bereits auf der Erde vollendete Tatsachen geschaffen hatte. Sie besaßen große Stützpunkte und waren dabei, die Menschenrasse für ihre Ziele zu nutzen. Die pallianisch-arianische Expedition entdeckte den Ort, wo genetische Experimente durchgeführt wurden. Es bot sich ihnen ein entsetzlicher Anblick. Dort befanden sich bis zu drei Meter große Monsterwesen mit einem kleinen Kopf und Facettenaugen wie bei einer Fliege, eigens geschaffen zur schweren Arbeit im Dämmerlicht. Ebenso fehlten kleine kräftige Zwerge für die Arbeit im Bergbau nicht. In einer besonderen Zone befanden sich bereits einige weibliche, fortpflanzungsfähige Individuen mit den Geschlechtsteilen der Fremden zur Erfüllung ihrer Gelüste. Diese Kreaturen sollten den Grundstock für weitere Züchtungen bilden. Das waren die einzigen wunderschönen Geschöpfe, die es dort gab. Der Expedition tat es leid, diese Geschöpfe zu vernichten. So brachte man sie auf das arianische Raumschiff. Danach wurde die Niederlassung der Fremden vollständig vernichtet. So kam es zu einer erbitterter Schlacht zwischen der hominiden und nicht hominiden Rasse.

Im Handumdrehen zeigte der Computer einen Ausschnitt aus dem ungleichen Kampf.

Sechs unglaublich monströse Raumschiffe verschiedener Bauart der nichthominiden Rasse griffen die kleineren, aber wendigeren arianisch-pallianischen Expeditionsschiffe an. Pausenlos schossen die Fremden ihre gefährlichen Strahlen auf die Außenhaut der Expeditionsschiffe, ohne sie ernsthaft zu beschädigen. Dank ausgezeichneter Manövrierfähigkeit gelang es durch eine List, gleich vier Schiffe der Fremden zu vernichten. Damit die pallianische Mannschaft ihre Antimateriekanonen aufladen konnten, minimierten sie ihr Schutzschild.

Sofort erkannten die Fremden die augenblickliche Schwäche. Das pallianische Schiff erhielt einen schweren Treffer. Wenn dadurch auch ihre Manövrierfähigkeit eingeschränkt war, so konnten sie aber ihre Waffen noch einsetzen. Schlagartig blitzte es; das fünfte fremde Schiff ging in einer Staubwolke auf. Als das geschah, verließ das einzige übriggebliebene fremde Raumschiff fluchtartig den erdnahen Raum.

Mit großer Mühe brachten die Pallianer ihr schwer beschädigtes Schiff in eine Parkbahn um die Erde. Erst später wollten sie es wieder flottmachen! Alle Pallianer stiegen auf das arianische Forschungsschiff um; gemeinsam flogen sie ihrem Mutterschiff entgegen.

Diese Situation nutzten die Nichthominiden aus: Sie kehrten noch einmal zurück, weil sie sich rächen wollten wegen der verlorenen Schlacht. Erst vernichteten sie das pallianische Forschungsschiff, dann schickten sie eine wirkungsvolle biologische Rakete auf die Erde. Furchtbar gefräßige Monsterbakterien vernichteten große Gebiete der Erde.

Sie verschonten keinen Baum, keinen Strauch, keinen Fisch und keinen Vogel, sie fraßen alles radikal auf, was ihnen in die Quere kam.

Nachdem sich die Fremden von der Wirkung ihrer Waffen überzeugt hatten, flüchteten sie in aller Eile aus dem Sonnensystem; niemals mehr kehrten sie an diesen Ort zurück.

Viele Millionen Quadratkilometer Wald und alles darin lebende Getier vernichteten diese Monsterbakterien. Es entstand eine unübersehbare Mondlandschaft. Zum Glück blieb die hominide Rasse der Erde verschont.“

Die schöne Frau mit der Knollennase unterbrach den Vortrag und bat uns zu Tisch. Wie lange die Vorlesung dauerte, konnte ich nicht einschätzen. Ich wunderte mich über den völligen Schwund meines sonst hervorragenden Zeitgefühls. Auch kam ich nicht dahinter, was in mir eigentlich vorging. Seltsamerweise schoben sich sonderbare emotionale Gefühle in den Vordergrund. Manchmal kam es mir vor, als würde ich bemitleidet.

In der Tat, mein Gefühl verließ mich nicht; tatsächlich behandelten sie mich in diesem Moment ungewöhnlich. Der Behaarte legte seinen Arm um meinen Hals und zog mich sanft an sich. Warmherzig schaute ich ihm in seine dunkelbraunen Augen. Da erwiderte er mein Gefühl und übergoß mich mit einem Schwall angenehmen Wohlbefindens.

Gerade wollte ich meinen Übersetzungscomputer abnehmen, wiederholte er die Worte Dagolos: „Komm, wir gehen unsere Abendmahlzeit einnehmen!“

Langsam dämmerte es in mir, weshalb sie mich ausgerechnet jetzt verhätschelten: „Trug ich nicht auch Gene der Urahnen in mir, die bereits vor vielen Millionen Jahren lebten, die kurz vor dem Aussterben standen und so viel Schlimmes über sich ergehen lassen mußten? Oder hatte das seltsame Verhalten der Wesen mir gegenüber noch andere Hintergründe?“

Als wir im Speiseraum angekommen waren, fand ich ihn in einer völlig anderen Gestaltung vor. Ebenfalls war das Abendbankett wunderbar eingedeckt. Ein fürstliches Salatessen stand bevor; unzählige Salatsorten, welche auf einfachem, marmorierten, zierlichen Steingut gereicht wurden, belebten meine Lust aufs Essen.

Eigens für mich zubereitet stand an meinem Platz eine einfache Holzschale, in der vier Brotscheiben und zwei gleichgroße Maisfladen lagen. Daneben befand sich noch ein kleiner Teller mit hauchdünngeschnittenen, schinkenähnlichen Scheiben.

Dazu erklärte mir Dagolo, daß es Schlangenfleisch sei, daß dies sehr schmackhaft sei und gleichzeitig der Verdauung nutze. Jene Schlangen stammen vom Planeten Arian; sie werden auf dem Mutterschiff eigens zum Verzehr gezüchtet und sind sehr nahrhaft.

Der Hauptteil des Abendessens bestand aus den unterschiedlichsten, mir bekannten und unbekannten Gemüse und Kräutersorten, gespickt mit farbenprächtigen eßbaren Blütendolden, die einen lieblichen Duft verströmten.

Eine Blütendolde fiel mir ganz besonders auf; sie hatte die Form einer Seerose. Innen war sie feuerrot, ging allmählich in zartes Rosa über und färbte den Rand in sanftes Blau.

Eine märchenhafte Blüte. Diese wurde jedoch zuletzt verzehrt, dann verzog jedes Wesen den Mund und schob seine Unterlippe komisch nach vorn. Ich jedenfall knabberte nicht einmal an dieser merkwürdigen Blüte. Mir schmeckte es auch ohne sie hervorragend.

Hinweise auf Atlantis?

Man zeigte ihm einen ehemaligen, kleinen Insel-Kontinent im Atlantik, nahe der nord-west-afrikanischen Küste. War dieser vielleicht das sagenumwobene Atlantis?

Auf Seite 150 schreibt er:

Ich kann mich erinnern, daß man mir eine mächtige Insel im Atlantik zeigte, worauf die Chetenen zuletzt gelebt haben sollen. Sie ist ungefähr vor 936.400 Jahren in nur wenigen Wochen im Atlantik versunken. Auf ihr gründeten die Chetenen eine Hauptstadt namens Akross. Diese lag mitten im Zentrum der Insel, genau über einem längst verloschenen Vulkan. Daheraus sprudelten unaufhörlich herrliche Thermalquellen, die in der Stadt und in der Umgebung genutzt wurden. Auf der Insel lebten ungefähr 4,5 Millionen Chetenen; davon in der Hauptstadt annähernd 1,5 Millionen.

Die Skizze weist daraufhin, wo diese Insel zu jener Zeit ungefähr lag. Von diesem Kontinent existieren nur noch, seine einst höchsten Erhebungen: 1. Azoren, 2. Madeira, 3. Kanarische Inseln, 4. Kapverdische Inseln, 5. Kleine Antillen, 6. St. Paul, 7. Fernando Norona.

Funktionsweise des UFO-Antriebs

Auf den Seiten162ff erklärt man ihm kurz die Antriebsart des Raumschiffes, was er mit einer Skizze und eigenen Überlegungen ergänzt:

Auch der Flugapparat war der gleiche Typ, wie der, mit dem ich zuvor herkam. Nur die Besatzung war eine andere!

So konnte mich auch nichts mehr erschrecken oder verwundern, denn ich hatte mich sehr schnell an alles gewöhnt.

Bevor ich am Schaltpult Platz nahm, kleidete ich mich erst einmal um. Damit fertig, nahmen Krotk und ich am Schaltpult Platz. Ich bekam den gleichen Sesselplatz zugewiesen wie am Anfang; Krotk gesellte sich neben mich. Wir unterhielten uns beide noch ein wenig über allerlei Dinge.

Nebenbei erklärte mir Krotk, wie die prinzipielle Antriebsweise des Flugappartes sei, mit dem wir fliegen.

„Zum Beispiel benutzt dieses Fluggerät, in dem wir uns befinden, zusätzlich die Schwerkraft der Erde.“

Das konnte ich mir natürlich nicht vorstellen.

Ich solle mir doch einen einfachen Kreisel aus speziellem Material, ein supraleitendes Metall, durch das ein Stab führt, vorstellen.

Dieser Kreisel schwimme förmlich in einem eiskalten Medium. Das eiskalte Medium wiederum müsse aber kontinuierlich seine konstante Temperatur halten. Dazu brauche man jedoch große Energie, die in der Lage sei, solche Temperaturen zu erzeugen. Die riesige Hitze, die am Energieerzeuger entstehe, müsse anschließend im gewissen Grad abgeleitet werden. Werde diesem Apparat Energie zugeführt, drehe er sich wie ein normaler Elektromotor, nur einige zehntausend Male schneller.

Nun passiere folgendes; je schneller sich dieser Kreisel drehe, um so mehr würde das Schwerkraftfeld, das beträfe nur das Fluggerät, aufgehoben. So erhebe sich die Masse zur scheinbaren Masse; das Schwerefeld der Erde könne diese Masse nicht anziehen, es würde sozusagen federleicht werden, es entstünde Auftrieb in Verbindung mit Hitze.

Mein Begleiter „Krotk“ erklärte mir, als wir im Raumschiff wieder auf dem Heimweg waren, wie der Antrieb des Flugobjektes funktioniert: Ich solle mir einen einfachen Kreisel vorstellen, der sich in einem geschlossenen System mit einigen 1.000 U/m drehen würde, erklärte er mir. So ungefähr könnte jenes Antriebssystem schematisch ausgesehen haben, wie ich es skizzierte. Das kalte Medium hat scheinbar eine Mindesttemperatur von ungefähr 180° C, vielleicht auch kälter. Energie zum Kühlen, auch gleichzeitig zum Antrieb, könnte von den Fusionstriebwerken, die sich unter dem Flugobjekt befanden, erzeugt werden, falls es welche waren. Die gleiche Energie könnte auch den Kreisel antreiben.

Meine Vorstellung des Auftriebs und der Fortbewegung:

Wie bereits geschildert, dreht sich der Kreisel, der aus supraleitendem Material besteht (möglicherweise noch geeigneteres Material), mit mehreren 100.000 U/m. Diese Energie liefert ausschließlich ein Triebwerk. Die U/m bewirken eine zeitweilige Aufhebung der Gravitation der Erde; es kommt zum Auftrieb.

Dies bedeutet, daß die ursprüngliche Masse zur Scheinmasse wird, sie wird supraleicht. Da jetzt dieser Körper wie ein Luftballon nach oben treibt, muß eine Energiequelle, die nun nicht mehr so viel Kraft benötigt, die gewaltige Masse beschleunigen, das Flugobjekt vertikal antreiben.

Jene Energie erzeugen zwei andere Antriebe; sie befinden sich ebenfalls unter dem Flugobjekt.

Entstehende Hitze wird als gewünschter Nebeneffekt ausgenutzt. Hitze wird an die Außenluft abgegeben; dabei entsteht ein Hitzepolster, auf dem das Flugobjekt zusätzlich gleitet. Scheinbar ist deshalb die „vorantreibende Energie“ nicht sehr groß, reicht aber aus, unvorstellbare Geschwindigkeiten zu erreichen. Das plötzliche Hin- und Herhüpfen und sanfte Fallenlassen könnte damit Zusammenhängen, wenn der Kreisel langsamer oder schneller die Gravitation unterbricht.

Taschenlampe als Geschenk

Zum Abschied wird ihm noch eine Art Taschenlampe geschenkt, die ein halbes Jahrhundert lang von alleine ohne weitere Energieversorgung funktionieren würde. Man müsse sie aber von Feuchtigkeit fernhalten, um ihre Funktio0nsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Als Andreas jedoch nach 3 Tagen Abwesenheit wieder Zuhause ankommt und den besorgten Eltern versucht zu erklären, was geschehen ist und später diese Taschenlampe auch noch als Beweis vorzeigt, entreißt sie ihm der Vater und wirft sie wutentbrannt in den Dorfteich. In diesem fängt es daraufhin an zu brodeln und das Mitbringsel ist unwiderruflich zerstört.

Über diese Taschenlampe schreibt er auf Seite 168:

So sah meine Taschenlampe aus (das kleine Stromkraftwerk). Einige Wochen war sie in meinem Besitz. Auf 50 Jahre Leistung war sie ausgelegt, also fast ein ganzes Menschenleben sollte sie Strom erzeugen. Sie war etwas ganz Besonderes, vollgepackt mit Miniatursupertechnik. Der Leuchtkörper dieser ungewöhnlichen Lampe bestand aus einer besonders geformten (gewölbten) Linse, in der wiederum fünf kleinere Linsen untergebracht waren, in denen sich zusätzlich noch je ein kleines Metallplättchen befand. (Punkte 1 und 2)

Punkte 3 und 4 waren Berührungskontakte; solche benutzen wir heute auch. Auf dem Lampenboden (Unterseite) war das gleiche Symbol eingeprägt wie auf dem Emblem und am Flugobjekt.

Ich vermutete, bevor dieses kleine Kraftwerk überhaupt Strom erzeugte, benötigte es unbedingt menschliche Handwärme (Biostrom) als erste Komponennte. Möglicherweise galt der Biostrom nur als Schalter, den Prozeß in Gang zu setzen. Aufgrund des seltsamgeformten Leuchtkörpers kam es vermutlich zur außergewöhnlichen Leuchtkraft.

Weiterführende Links und Videos zum Buch “Mein UFO-Erlebnis auf Rügen”

Es lohnt sich, das komplette Buch durchzulesen. Hier konnten nur einige Auszüge veröffentlicht werden. Man erfährt noch vieles mehr, beispielsweise erinnere ich mich an folgendes Detail: Die Bewohner der riesigen Mutterschiffe wurden krank und fanden mit der Zeit heraus, warum: Wenn man mit Überlichtgeschwindigkeit reist, verändert sich das Erbgut der Pflanzen an Board. Weitere Details über die Geschichte verschiedener außerirdischer Rassen und der Menschheit folgen ebenso wie von ihnen entdeckte Naturgesetze. Beispielsweise sei es eine Gesetzmäßigkeit, dass sich Schrift und Sprache allmählich annähern, je mehr sich Technik und Gesellschaft entwickele. Auch technische Einzelheiten und Erklärungen tauchen immer wieder auf.

Das Buch kann man wie eingangs erwähnt für nur 17 Euro bei Amazon erwerben: http://amzn.to/2zUSLkf

Auf der Seite der IGAP gibt es zudem ein kurzes Interview mit dem Autoren Martin Wiesengrün alias Andreas Heinisch: http://igap-d.npage.de/ufo-kontaktler/interview-mit-martin-wiesengruen.html

Auf Youtube findet man darüber hinaus 2 interessante Videos dazu. Eines vom Exopolitik-Kanal Robert Fleischers:

Außerdem gibt es noch einen Vortrag zu diesem Fall vom Wiener Ingenieur Herbert Grünwald:

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4 Gedanken zu „“Mein UFO-Erlebnis auf Rügen” von Martin Wiesengrün: 15-jähriger DDR-Schüler wird auf außerirdischen Weltraumflug eingeladen

      1. Chris

        Schwer zu sagen! Ich finde die Auszüge ebenfalls sehr interessant.
        Allerdings wirkt sein Vortrag nach ein paar Momenten sehr ernüchternd auf mich!

        Das Mutterraumschiff hat mich leider sofort an das von “Captain Future” erinnern lassen! Die Taschenlampe…Oh Gott…echt Panne…
        Die Infos und Vergleiche lassen darauf schliessen, das dieses Buch erst vor ein paar Jahren entstanden sein kann…
        Dann “Aldebaran”..Die Story gleicht sich in vielen Dingen 1:1 mit dem Buch “Unternehmen Aldebaran” von Jan Udo Holey… Sagt ne Menge aus…Zumal ich persönlich ein Erlbnisbericht aus einem anderem Buch Holeys entlarven konnte..
        Pflanzen werden beschrieben, so wie sie auch hier bei uns aussehen..
        Der Mais! Wenn es sich um Maispflanzen handeln sollte im Buch, ist es zudem sehr fragwürdig, warum er keinen “Urmais” beschrieb..Der Mais hat nähmlich 3-5 Knollenj…(Seit diesem Jahr gibts neue Testmaissorten, welche ebenfalls zumindest 2 Knollen tragen…

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